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Arbeitslosigkeit steigt!

Arbeitslosigkeit steigt!
April 14
10:46 2015

Ein Plus von 320 vorgemerkten Arbeitslosen in Leibnitz zeigt: Auch in unserem Bezirk ist die Lage am Arbeitsmarkt angespannt. Über die Gründe sprachen wir mit der Leiterin des AMS Leibnitz, Anneliese Scheucher.

Mehrere Gründe seien für den neuerlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Monat März 2015 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verantwortlich, so die Leiterin der Geschäftsstelle Leibnitz des Arbeitsmarkservice, Anneliese Scheucher. Zum einen zeige sich der Trend steiermarkweit ähnlich, der Bezirk Leibnitz stelle da keinen Ausreißer dar. Zum anderen seien aber einige Besonderheiten festzustellen: „In Leibnitz gibt es eine hohe Saisonarbeitslosigkeit, und aufgrund der Gemeindezusammenlegungen ist ein Vergleich dieses Mal nur eingeschränkt möglich“, so Scheucher.
Vor allem das Baugewerbe ist es, das über den Winter weitgehend ruht und die Arbeitslosenzahlen dementsprechend in die Höhe schnellen lässt. Wegen der Gemeindefusionen ist der Vergleich mit dem Vorjahr zwar nur bedingt aussagekräftig – in Schwarzautal und St. Veit wurden ja auch die Bezirksgrenzen aufgrund der Reform verschoben –, an der grundlegenden Tendenz ändert sich dadurch freilich nichts. Dazu komme im Süden der Steiermark ein „Verdrängungswettbewerb“, erklärt Scheucher. Slowenische und ungarische Nachbarn würden aufgrund der Grenznähe in den Bezirk Leibnitz drängen. „Dadurch haben es die Einheimischen auf dem Arbeitsmarkt ein wenig schwerer.“
In Summe haben also viele arbeitslose Menschen aus dem Bezirk, zu denen sich viele Menschen von auswärts gesellen, zur angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt geführt. In absoluten Zahlen waren im März 2015 gegenüber dem März 2014 um 320 Arbeitslose mehr zu verzeichnen, was einem Anstieg von 9,7 Prozent entspricht (um ein Prozent mehr als steiermarkweit). Bei Männern fiel das Plus mit 11,1 Prozent wesentlich stärker aus – Stichwort Winterarbeitslosigkeit am Bau – als bei Frauen (ein Plus von 7,7 Prozent). Dramatisch ist der Anstieg bei Menschen über 50 Jahren mit 17,9 Prozent und bei Ausländern mit 22,9 Prozent. Mit diesen Werten liegt Leibnitz um fast vier bzw. mehr als sechs Prozentpunkte über dem steiermarkweiten Anstieg.
Die Aussichten? „Die Prognose ist österreichweit nicht besonders gut, die Arbeitslosigkeit dürfte weiterhin hoch bleiben“, schätzt AMS-Leibnitz-Leiterin Scheucher. Und auch wenn die Konjunktur endlich wieder anspringen sollte, dauert es Monate, bis sich das auf den Arbeitsmarkt auswirkt.

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