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Auch Wagna feierte 50-Jahre-Jubiläum der Städtefreundschaft

Auch Wagna feierte 50-Jahre-Jubiläum der Städtefreundschaft
Mai 15
15:24 2019

WAGNA. Dieser Tage wehten an vielen Orten der Marktgemeinde Wagna die Fahnen der EU, von Österreich, Italien und von Slowenien als sichtbares Zeichen des großen Jubiläums der seit 1969 bestehenden Städtefreundschaft zwischen Ronchi dei Legionari, Metlika und Wagna. Die drei Bürgermeister (am Foto Metlika: Darko Zevnik, Wagna: Peter Stradner und Ronchi: Livio Vecciet) erneuerten zum Jubiläum die Städtfreundschaft.
Ganze Delegationen der Partnergemeinden, mit den Bürgermeistern, Gemeinderäten und weiteren Personen, die sich für die Städtefreundschaft eingesetzt haben, besuchten Wagna, um am italienischen Friedhof Kränze nieder zu legen und die Erneuerung des Freundschaftspaktes im Sitzungssaal des Gemeindeamts zu feiern.
Tags darauf folgten Busse aus Italien und Slowenien und beteiligten sich rund 200 Personen an den mehrtägigen Feierlichkeiten.

Zahlreiche Kontakte und Aktivitäten
Seit Beginn der Städtefreundschaft gab es neben den offiziellen Begegnungen auch unzählige sportliche und familiäre Kontakte zwischen den Bewohnern aller drei Gemeinden. Daher gestalteten auch heuer Vereine aus Wagna Tagesprogramme für ihre Freunde aus Ronchi dei Legionari und Metlika. Florianijünger führten ihre Kameraden durch die Rüsthäuser und mit dem Boot ging es über die Mur. Die Musikerinnen und Musiker besuchten unter Klängen der Marktmusik Wagna mit den Kollegen Schloss Seggau und den Buschenschank Schneeberger.
Der SV Flavia Solva veranstaltete im Römerstadion mit den U12-Team des A.S.D. Ronchi Calcio und des NK Kolpa ein freundschaftliches Turnier. Auch die Tennisspieler des FC Leitring lieferten sich spannende Duelle mit den Sportlern aus den Partnergemeinden. Im kreativsten Wettkampf traten jedoch die Delegationen selbst an. Im Dreikampf musste sich das zehnköpfige Team von Bgm. Peter Stradner im Boccia, im Gummistiefelweitwerfen und am Nagelstock beweisen. Während man im Boccia keine Chance gegen die Gäste aus Italien hatte, waren die Wagnarianer in den beiden anderen Bewerben besser und konnten sich somit auch den Gesamtsieg im Dreikampf sichern.

Warum die Freundschaften enstanden
Hintergrund des Freundschaftspakts zwischen den drei Gemeinden waren die traurigen Ereignisse zweier Weltkriege. Im Kriegswinter 1914/15 entstand in Wagna ein Barackenlager für mehr als 23.000 Flüchtlinge. Zuerst waren Menschen aus Galizien und später auch aus der Gegend der norditalienischen Städte Ronchi dei Legionari und Monfalcone Sagrado im Flüchtlingslager Wagna untergebracht. Während der Isonzoschlachten wurde die Zivilbevölkerung nach Wagna ausgesiedelt worden. Die Flüchtlinge organisierten eine eigene Stadtverwaltung mit Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Einer Choleraepidemie fielen 2.900 Menschen zum Opfer, weshalb in Wagna ein italienischer Friedhof entstand. Am Friedhofsgelände errichtete die Marktgemeinde Wagna eine Gedenkstätte und besuchten über viele Jahre immer wieder Angehörige der Verstorbenen den Friedhof und Wagna. In Erinnerung an dieses Kriegstragödie und als Mahnung an die schrecklichen Ereignisse begründeten die drei durch das Schicksal verbundenen Gemeinden bereits 1969 eine Städtefreundschaft.
Die Stadt Ronchi dei Legionari pflegte im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen den Faschismus engen Kontakt zu den Bewohnern der slowenischen Stadt Metlika. Daraus entwickelte sich bereits 1968 ein Freundschaft. Im Jahre 1970 haben dann alle drei Gemeinden offiziell einen gemeinsamen Freundschaftspakt vereinbart. Die Städtefreundschaft wurde über die Jahre 1968 bis 1970 abgeschlossen. Das war auch der Grund, warum das 50-jährige Jubiläum drei Jahre lang gefeiert wird. Im Vorjahr gemeinsam in Italien, dieser Tage in Wagna und im nächstes Jahr dann auch noch in Slowenien.

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