Leibnitz Aktuell Online

Steirische Zukunftspartnerschaft

April 14
11:23 2015

Landeshauptmann- Stellvertreter Hermann Schützenhöfer spricht über seine Motive, sich noch einmal der Wahl zu stellen, seine Visionen für die Zukunft der Steiermark und über die ÖVP als Reform-Motor im Land.

Herr Landeshauptmann-Stellvertreter Schützenhöfer, die wichtigste Frage zum Anfang unseres Interviews: Warum haben Sie sich entschlossen, wieder als Spitzenkandidat für die Landtagswahlen ins Rennen zu gehen?
Hermann Schützenhöfer: Ich habe es mir mit dieser Entscheidung nicht leicht gemacht und lange überlegt, was für das Land und meine Partei am besten ist. Und ich bin zum Entschluss gekommen, dass es der Steiermark am meisten nützt, wenn die schon jetzt handelnden Personen, die bestehende und funktionierende Reformpartnerschaft in eine Zukunftspartnerschaft überführen. Viele Steirerinnen und Steirer sind in den letzten Wochen an mich he-
rangetreten und haben gesagt: „Hermann, jetzt könnt ihr nicht aufhören! Ihr habt viel bewegt, jetzt müsst ihr dranbleiben!“ Für diesen neuen Weg bin ich gestanden, dafür möchte ich nun auch in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung stehen. Ich bin sicher, entschlossen und gewillt, diesen Weg weiterzugehen, weil mir die Steiermark einfach zu wichtig ist, als dass ich sie jenen Dema­gogen von rechts oder links in die Hände fallen lasse, die ohne Ideen und Vision Kärntner Verhältnisse im Land schaffen.
Warum halten Sie so an dieser Reformpartnerschaft, die Sie nun in eine Zukunftspartnerschaft führen wollen, fest?
Schützenhöfer: Weil uns mit den Reformen etwas Einzigartiges in Österreich gelungen ist. Wir haben gemeinsam in der Landesregierung die Schuldenpolitik beendet, wir haben in der Steiermark den Sozialstaat sturmfest gemacht und das Land neu geordnet. Das war eine Herkulesaufgabe. Wir haben mit diesen Reformen gehalten, was wir versprochen haben, und eröffnen der Jugend ein Stück Zukunft, anstatt Hypotheken aus der Vergangenheit zu hinterlassen. Doch wir haben noch vieles zu tun: Deshalb ist es sinnvoll und wichtig, diese neue Art der Politik weiterzugehen und sie auf die nächste Stufe, die „Zukunftspartnerschaft“ zu heben.

Warum braucht es eine ÖVP in der Reform- bzw. Zukunftspartnerschaft?
Schützenhöfer: Das ist einfach zu beantworten. Ohne eine starke Steirische Volkspartei wird es auch keine Zukunftspartnerschaft geben. Wir haben die Notwendigkeit dieser neuen Politik erkannt. Mit unseren Landesräten und unserem starken Landtagsklub waren wir bislang schon die treibende Kraft, der Motor dieser Reformen. Daher sind die Werte der Volkspartei in diesen Reformen ganz klar erkennbar: Eigenverantwortung, Tatkraft, Leistung, der Schutz der Familie, des Eigentums und des ländlichen Raums sind nur ein paar Beispiele unserer Richtlinien, an die wir uns in unserer täglichen politischen Arbeit halten. Und wir als Volkspartei besitzen nach wie vor die Wirtschaftskompetenz in diesem Land.

Was bringen die nächsten Jahre?
Schützenhöfer: Wir werden den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterführen. Schon jetzt haben wir die Steiermark im Ranking der Bundesländer nach vorne gebracht. Es ist uns gelungen, die Steiermark wieder als Vorzeigeregion Österreichs ins Schaufenster zu stellen. Das war aber keine Prestigefrage, sondern eine Notwendigkeit. Im Moment liegen wir bei der Verschuldung auf Platz 5, ich habe den Willen und den Ehrgeiz, mit zumindest der drittgeringsten Verschuldung im Ländervergleich hier auf das Stockerl zu kommen. Aber die nächsten Jahre werden nicht leichter, wir dürfen uns nicht auf Erreichtem ausruhen, sondern müssen mit großer Sorgfalt und Konsequenz die Steiermark so lebenswert erhalten, wie sie sich heute darstellt. Mein besonderes Hauptaugenmerk liegt auf der Stärkung der Regionen, die das Rückgrat unserer Steiermark sind, der Arbeit im Land und auf der Förderung der Forschung & Entwicklung. Wir wollen in unserem Land ein positives Klima für Unternehmer aller Größen und Branchen schaffen. Wir bauen Hürden ab, wollen die Verwaltung weiter vereinfachen und so das Gründen von Unternehmen sowie den Betrieb möglichst effizient ermöglichen.

Was haben die Wählerinnen und Wähler davon, wenn sie der Steirischen Volkspartei bei der Landtagswahl ihr Vertrauen schenken?
Schützenhöfer: Klare Verhältnisse am Wahltag sind im Interesse des Landes und bedeuten, dass wir danach wieder zügig an die Arbeit gehen können. Wir wollen den Weg der Erneuerung und der Reform weitergehen, daher wünsche ich mir auch einen klaren und deutlichen Auftrag der Wählerinnen und Wähler für die Steirische Volkspartei!

Warum haben Sie die Wahl vorverlegt?
Schützenhöfer: Ich will der Steiermark einen langwierigen und lähmenden Wahlkampf ersparen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Die Menschen wollen, dass Politiker arbeiten und nicht, dass ihnen monatelang mit teuren Plakaten und Broschüren auf die Nerven gegangen wird. Ich will das wichtige Reformprojekt rasch weiterführen und die Steiermark nicht in einen landespolitischen Stillstand wegen eines Urnengangs verfallen lassen. Die Karten liegen am Tisch, die Steirerinnen und Steirer wissen ohnehin, was die Parteien in den letzten Jahren geleistet oder auch nicht geleistet haben. Ich bin daher froh, wenn wir am 1. Juni die Arbeit wieder aufnehmen können.

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