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Mehr Kindersicherheit im Straßenverkehr in Wagna

Foto: GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

Mehr Kindersicherheit im Straßenverkehr in Wagna
Juli 03
06:39 2019

WAGNA. Sabine Distl, Vanessa Trabi und Maria Koller vom Verein „GROSSE SCHÜTZEN KLEINE“ erarbeiteten im Rahmen eines Projekts mit Volksschülern auf spielerische Art und Weise Themen wie „Sind Unfälle Zufälle?“, „Richtiges Angurten“, „Mach dich sichtbar“ und „Helmtragen beim Radfahren“. Im VerkehrsSicherheitsPROJEKT beschäftigten sich die 3. Klassen der VS Wagna besonders intensiv mit der großen Gefahr, die von Ablenkungen ausgeht. Die SchülerInnen dachten aber auch darüber nach, welch gefährliches Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Straßenverkehr möglich sind. In diesem Sinne malten und produzierten sie für die nachfolgenden Verkehrsbeobachtungen und -anhaltungen mit der Polizei Buttons mit Bitten oder Lob, fröhlichen und traurigen Smileys.
Faktum ist, dass die meisten tödlichen Kinderunfälle in Österreich im Straßenverkehr passieren. Volksschulkinder vermögen Gefahren oft noch nicht richtig einzuschätzen. Als Fußgänger oder Radfahrer sind sie zudem stets die schwächeren Verkehrsteilnehmer. „Rund 40% aller tödlichen Kinderunfälle passieren auf der Straße. Hauptursachen sind Ablenkungen und überhöhte Geschwindigkeit“, betont Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz.
Bei den Verkehrsbeobachtungen und -anhaltungen mit Grp.Insp. Doris Schrei und Bez.Insp. Christopher Krieger von der Polizei Leibnitz schaute man gemeinsam besonders auf das Angurteverhalten der Autoinsassedn, das Helmtragen der Radfahrer oder ablenkende Beschäftigungen von Verkehrsteilnehmern, wie telefonieren oder SMS schreiben. Auch die Geschwindigkeit wurde kontrolliert. Viele der VerkehrsteilnehmerInnen verhielten sich nach Vorschrift. Nur 15 % der 139 beobachteten Lenker waren allerdings nicht angeschnallt. 85 % der erwachsenen Radfahrer waren jedoch ohne Helm unterwegs. Das Tragen eines Radfahrhelms ist zwar für Erwachsene nicht gesetzlich verpflichtend, reduziert jedoch die Gefahr, eine Gehirnverletzung zu erleiden, um 88 %. Nicht zu vergessen ist außerdem die große Vorbildwirkung, die Erwachsene gegenüber Kindern haben.
Bei der Anhaltestation überreichten die Kinder den VerkehrsteilnehmerInnen „Zeugnisse“ und ihre selbstgebastelten Buttons. Eine Radfahrerin, die kein Handzeichen gegeben hatte: „Ich werde in Zukunft ganz besonders darauf achten, diese wichtige Regel einzuhalten. Es ist sehr gut und wichtig, dass es solche Projekte gibt, die Kinder wie Erwachsene für das richtige Verhalten im Straßenverkehr sensibilisieren“.

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