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Verkehrssicherheitsprojekt an der Volksschule Tillmitsch

Verkehrssicherheitsprojekt an der Volksschule Tillmitsch
Dezember 13
10:11 2017

Die SchülerInnen der 3. Klasse der VS Tillmitsch sind nun sicherer im Straßenverkehr unterwegs: Im VerkehrsSicherheitsPROJEKT des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, das aus einem Indoor-Workshop mit SicherheitsexpertInnen des Vereins und Verkehrsbeobachtungen und -anhaltungen mit der Polizei besteht, wurde das Gefahrenbewusstsein der Volksschulkinder und der angehaltenen VerkehrsteilnehmerInnen gefördert und so ein wichtiger Schritt zur Unfallvermeidung getan.

„Rund 40% aller tödlichen Kinderunfälle ereignen sich auf der Straße. Hauptursachen sind Ablenkungen und überhöhte Geschwindigkeit“, betont Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz. Leider halten sich auch manche Erwachsene nicht an die gesetzliche Pflicht, ihr Kind in einem geeigneten Kindersitz richtig zu sichern, bis es eine Körpergröße von 150 cm erreicht hat.

Sabine Distl (Projektleiterin der KinderSicheren Region SüdWestSteiermark) und Maria Koller vom Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE kamen einen Tag lang in die Schule und erarbeiteten mit den Kindern spielerisch Themen wie „Sind Unfälle Zufälle?“, „Ablenkungen im Straßenverkehr“, „Richtiges Angurten“, „Mach dich sichtbar“ und „Helmtragen beim Radfahren“. Gemeinsam wurde überlegt, welch gefährliches Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Straßenverkehr im Anschluss wohl zu beobachten sein wird. Dementsprechend wurden Buttons mit Bitten oder Lob, fröhlichen und traurigen Smileys gefertigt.

So gut vorbereitet folgte diese Woche der Höhepunkt des Projekts: die SchülerInnen durften an Verkehrsbeobachtungen und -anhaltungen mit Bezirksinspektorin Daniela Krainer und ihren KollegInnen teilnehmen. Gemeinsam wurde genau auf das Angurteverhalten der AutoinsassInnen, das Helmtragen der RadfahrerInnen und ablenkende Beschäftigungen der VerkehrsteilnehmerInnen, wie telefonieren oder SMS schreiben sowie das Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzung geschaut. Bei der Anhaltestation überreichten die Kinder den VerkehrsteilnehmerInnen ihrem Verhalten entsprechende „Zeugnisse“ und die selbstgebastelten Buttons.
Besonders eindrucksvoll war für die Kinder auch das interaktive Schauspiel, bei dem sie sich in Kleingruppen Unfallgeschichten ausdachten und den KlassenkameradInnen pantomimisch vorspielten. Diese mussten erraten, worum es in der Geschichte geht und durch welche Ablenkung bzw. welches Fehlverhalten der Unfall passiert ist. Auch verschiedene anschauliche Übungen und Experimente rund ums Tragen von Schutzausrüstung, wie dem Radhelm, blieben den Kindern besonders gut in Erinnerung.
VS-Dir. Daniela Gaber: „Die Sicherheit unserer Kinder ist mir natürlich ein besonderes Anliegen. Die Zusammenarbeit mit dem Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und der Polizei war für die Kinder sowie für uns PädagogInnen besonders bereichernd“.
Klassenlehrerin Sonja Waltl ist überzeugt, dass das Projekt durch den großen Praxisbezug und den Input der externen ExpertInnen wesentlich zur Bewusstseinsbildung der SchülerInnen beiträgt.

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