Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) verlangt im Zusammenhang mit der seit 15. November 2021 am Arbeitsplatz geltenden 3G-Regel das Aussetzen von Strafen und Sanktionen, solange das Testen nicht funktionierte.

Obwohl die Verordnung aufgrund der aktuellen Corona-Situation nachvollziehbar sei, so ÖGB-Regionalsekretär Ewald Großschedl (l. im Bild), und deshalb von den Gewerkschaften auch nicht kritisiert werde, wird die Umsetzung durch die Bundesregierung von den Gewerkschaftern als „mangelhaft und dilettantisch“ kritisiert.

Unerträgliches Warten

„Die Zustände bei den Teststraßen und das lange, teilweise bis zu 48 Stunden dauernde, Warten auf ein Testergebnis sind unerträglich“, so Robert Fauland (r. im Bild), Regionalvorsitzender des ÖGB Südweststeiermark. Die Verunsicherung bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sei deswegen sehr groß. „Sie wollen die 3G-Regel einhalten, aber die von Land und Bund zur Verfügung gestellte Infrastruktur ist völlig unzureichend. Solange das nicht funktioniert, darf es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer weder Strafen noch Entgeltverluste geben“, fordert Regionalsekretär Ewald Großschedl. Fauland und Großschedl betonen unisono, dass sich der ÖGB mit seinen Gewerkschaften dafür einsetzen werde, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern daraus jedenfalls kein Schaden entstehe.