In der ÖVP Leibnitz gibt es seit der Gemeinderatssitzung Mitte November Gesprächsbedarf. Bei der Abstimmung über die Änderung des Flächenwidmungsplanes stimmte ÖVP-Vizebgm. Gerhard Pürstner mit der SPÖ und verließ die Sitzung.

Auf die telefonische Nachfrage von LEIBNITZ AKTUELL, ob denn an den kursierenden Gerüchten über einen Rücktritt von ÖVP-Vizebgm. Gerhard Pürstner etwas dran sein, gab es seitens des Betroffenen selbst und auch von ÖVP-Fraktionsführer GR Berndt Hamböck zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe „keinen Kommentar!“. Offenbar möchte man bei der
ÖVP Leibnitz die Sache intern und nicht öffentlich austragen.

Neues Wohnbauprojekt

Beim Tagesordnungspunkt 18 der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte Vizebgm. Pürstner die Sache wohl anders als die übrige ÖVP Fraktion  gesehen. Die Änderung des Flächenwidmungsplanes, wofür es im Gemeinderat eine Zweidrittelmehrheit braucht, ist nämlich Voraussetzung dafür, dass ein bisheriges Industriegrundstück in ein Wohnbaugebiet umgewidmet werden kann. Nur so ist auf der Liegenschaft in Zukunft der Weg frei für ein neues, weiteres Wohnbauprojekt. Doch mit der aktuellen Flächenwidmungsplanänderung würde der Gemeinderat der im Zuge des Baustopps geplanten Änderung des räumlichen Leitbildes vorgreifen.

Nicht klar ist, wie das Ganze mit der von der Stadt selbst propagierten Unterbindung des zusätzlichen Flächenverbrauchs durch Siedlungserweiterung am Stadtrand vereinbar sein soll. Für Spannung(en) ist jedenfalls gesorgt.