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Am 31. Oktober ist Weltspartag: Wozu noch sparen?

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Am 31. Oktober ist Weltspartag: Wozu noch sparen?
Oktober 22
10:57 2019

Am 31. Oktober ist Weltspartag. Die usprüngliche Bedeutung, den Spargedanken zu wecken, hat sich gewandelt. Viele fragen sich, warum sie angesichts niedriger Zinsen überhaupt noch sparen sollen. Was antworten die steirischen Banken darauf? Wir haben nachgefragt.

Steiermärkische Sparkasse
Wolfgang SCHREI
Regionalleiter Süd/West

Am 31. Oktober ist Weltspartag. Wird in Österreich eigentlich (noch) viel gespart?
„Die Sparquote liegt nach wie vor bei rund 7%. Das ist, in Anbetracht der aktuellen Zinsenlandschaft, ein guter Wert. Leichte Verschiebungen gibt es vom klassischen Sparbuch hin zu höherverzinsten Veranlagungen, wie z.B. Capitalplan“, führt Wolfgang Schrei, Regionalleiter Süd/West der Steiermärkischen Sparkasse, aus.

Welche Sparprodukte bevorzugen Ihre Kunden?
„Das Sparkonto (Buch und Karte) bleibt momen- tan noch die beliebteste Anlageform. Dahinter folgen Bausparen und die Pensionsvorsorge. Starkes Interesse sehen wir im Wertpapier. Wenn es um Sicherheit, Flexibilität und Verfügbarkeit geht, spielt das klassische Sparbuch aber nach wie vor noch eine große Rolle.“

Welche Art der Vorsorge empfehlen Sie Ihren Kunden?
„Eine optimale Vorsorge besteht aus mehreren Säulen. Ein Vorsorge-Paket kann nur individuell geschnürt werden. Auch mit kleinen Beträgen kann man schon eine entsprechende Vorsorge treffen.“

Auf welche Aktionen dürfen sich Kunden am Weltspartag freuen?
„Der diesjährige Schwerpunkt richtet sich wieder an die Jugend bzw. deren Eltern. Das Sparefroh Sparen mit 3 % für die ersten 500 Euro (Kinder von 0 bis 10 Jahre) und das Taschengeld mit 1,5 % für die ersten 500 Euro (für 10- bis 14-Jährige) sind wieder die Highlights für den Weltspartag, begleitet von vielen tollen Geschenken als Erinnerung und Dankeschön für das Vertrauen.“

Raiffeisenbank Leibnitz
Mag. (FH) Andreas DRAXLER
Vorstandsdirektor

Wird in Österreich (noch) viel gespart? Und wie?
„Die Österreicher sparen zwar weniger als noch vor zehn Jahren, jedoch ist das Sparaufkommen im internationalen Vergleich noch immer verhältnismäßig hoch. Speziell bei uns in der Raiffeisenbank Leibnitz können wir keinen Rückgang der Spareinlagen feststellen“, so Vorstandsdirektor Mag. Andreas Draxler. „Das klassische Sparbuch ist nach wie vor sehr beliebt. Die Online-Sparmöglichkeiten gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie nehmen bei den beliebtesten Sparformen bereits den zweiten Platz hinter dem Sparbuch ein. Generell ist für alle Kunden eine Liquiditätsvorsorge wichtig. Sparen ist sinnvoll, um bei Bedarf schnell auf eine Reserve zurückgreifen zu können.“

Welche Art der Vorsorge empfehlen Sie?
„Als attraktives langfristiges Vorsorgeprodukt empfehlen wir die regelmäßige Ansparung in einem Investment-Fonds. Die Höhe der Beiträge kann vom Kunden individuell festgelegt werden, ganz nach Wunsch. Fonds unterliegen Kursschwankungen, die sich für den Anleger sowohl positiv aber auch nachteilig auswirken können. Unsere Kundenberater stehen für die maßgeschneiderte Beratung gerne zur Verfügung.“

Wie wird der Weltspartag bei Ihnen gefeiert?
„Bei der Raiffeisenbank Leibnitz ist es schon Tradition geworden, nicht nur zum Weltspartag, sondern zu den Leibnitzer Spartagen einzuladen. Vom 29. bis 31. Oktober warten auf unsere großen und kleinen Kunden eine Menge Überraschungen. Vom Bummelzug, Kasperl und Sumsi für die Kleinen bis zur Langen Nacht des Sparens am 30. Oktober und zum Weltspartag für die Großen, bieten wir ein buntes Programm. Wir freuen uns auf viele Besucher und das persönliche Gespräch mit Ihnen. Als echte Bank in der Region für die Region.“

Volksbank Steiermark
KR Mag. Regina OVENSY-STRAKA
Generaldirektorin

Wird in Österreich (noch) viel gespart?
„Österreicher sparen nach wie vor. Allerdings werden aufgrund der Niedrigzinsphase oftmals größere Anschaffungen durch Ersparnisse finanziert“, so Regionaldirektorin KR Mag. Regina Ovensy-Straka.

Welche Sparprodukte bevorzugen Ihre Kunden?
„Das größte Volumen liegt nach wie vor am Sparbuch, wobei hier Online Sparprodukte stark im Trend liegen. Das Interesse an Alternativveranlagungen wie z.B. Investmentfonds steigt kontinuierlich. Das ist einerseits auf die bereits schon länger anhaltende Niedrigzinsphase zurückzuführen, aber auch auf das Anlageverhalten unserer Kunden, Vermögen differenzierter aufzubauen. Nichtsdestotrotz hat das klassische Sparbuch nach wie vor Tradition. Hier gilt noch immer ‚Spare in der Zeit, so hast du in der Not!‘. Jedem, der heute auf einem Sparbuch spart, muss aber bewusst sein, dass er beim derzeitigen Zinsniveau und der derzeitigen Inflationsrate Kapital vernichtet.“

Welche Art der Vorsorge empfehlen Sie?
„Zur Vorsorge empfehlen wir eine ausgewogene Vermögensstruktur, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Damit die jeweilige persönliche Lebenssituation und die Bedürfnisse unserer Kunden berücksichtigt werden können, raten wir in jedem Fall zu einem persönlichen Beratungsgespräch.“

Wie wird der Weltspartag bei Ihnen gefeiert?
„Wir laden alle Sparer zu Speis und Trank in unsere Filialen ein. Unsere jungen Sparer dürfen sich auf kleine Geschenke freuen. Das Geld, das wir früher für Geschenke für Erwachsene ausgegeben haben, investieren wir jetzt in das Gemeinwohl in unseren Regionen. Wir spenden daher an insgesamt 10 steirische Einrichungen im Einzugsgebiet.“

UniCredit BankAustria
Andreas UNGER
Leiter Privatkunden Steiermark

Wird in Österreich (noch) viel gespart und welche Formen des Sparens werden von Ihren Kunden bevorzugt?
„Obwohl die letzte Entscheidung der EZB, eine Zinslandschaft, die über der Inflationsrate liegt und somit einen Kaufkraftgewinn des Kapitals am Sparbuch ermöglicht, in weite Ferne gerückt hat, zeigt die aktuell von der UniCredit Bank Austria in Auftrag gegebene Umfrage von Marketagent.com zum Thema ‚Interesse an verschiedenen Anlageformen und ihre tatsächliche Nutzung‘, dass weiterhin 63 Prozent der ÖsterreicherInnen ihr Geld auf ein Sparbuch legen, 21 Prozent investieren in Immobilien und nur 19 Prozent in Wertpapiere. Das obwohl einem jährlichen realen Ertrag von rund 2 Mrd. bei Wertpapieren in den Jahren 2012 bis 2018 ein jährlicher realer Verlust bei Einlagen von 2,9 Mrd. gegenüberstand. Gewohnheit, Scheu vor Komplexität und potenzielle Verlustrisiken sind Hauptbarrieren für Anlageformen mit attraktiveren Renditechancen“, weiß Andreas Unger, Leiter Privatkunden Steiermark von der UniCredit Bank Austria.

Wie sorgt man am besten vor?
„Wir bieten eine unverbindliche und kostenlose Risiko-Ertrags-Analyse. Alle Interessierten erhalten eine persönliche Anlagestrategie aufbauend auf den individuellen Anlagewünschen und -zielen. Darin werden Verbesserungspotenziale für die Geldanlage aufgezeigt. Unsere Experten helfen den AnlegerInnen dabei, einen passenden Anlage-Mix zu finden, der auf die persönliche Risikobereitschaft abgestimmt ist. So können zum Beispiel Garantie-Anleihen, die eine Kapitalgarantie zum Laufzeitende haben, gute Brücken zum Abbau von Schwellenängsten gegenüber Wertpapierveranlagungen sein.“

Hypo
Engelbert KRASSER
Stv. Leiter der Landes-Hypothekenbank Steiermark in Leibnitz

Wird in Österreich (noch) viel gespart?
„Wir beobachten seit Jahren eine niedrige Sparquote. Dies liegt daran, dass die Realverzinsung schon länger negativ ist und führt dazu, dass Sparer einen schleichenden Kaufkraftverlust erleiden. Sparen ist dennoch nach wie vor im Trend, im Fokus liegen nun aber u.a. auch Veranlagungen in Sachwerte, die den langfristig realen Kapitalerhalt zum Ziel haben und weitere Alternativen zu herkömmlichen Sparvarianten“, weiß Engelbert Krasser von der Hypo Leibnitz.

Welche Sparprodukte bevorzugen Ihre Kunden?
„Unsere Kunden nutzen vermehrt die Möglichkeit des ‚Online Sparens‘. Damit können sie ihr Sparguthaben ganz einfach über Ihr Internetbanking bzw. über die Banking-App verwalten und haben alles stets im Blick.“

Welche Art der Vorsorge empfehlen Sie?
„Für einen langfristigen Vermögensauf bau mit Renditen über der Inflationsrate ist die Ertragskraft von Unternehmensbeteiligungen (Aktien) unerlässlich. Unternehmen schütten im Schnitt ca. 50% der Gewinne an Aktionäre aus, der Rest wird größtenteils wieder im Unternehmen investiert. Aktuell zahlen große europäische Unternehmen eine jährliche Dividendenrendite von ca. 3-4 %. Mit breit gestreuten Aktienfonds können Sie sich an hervorragenden Unternehmen einfach und komfortabel beteiligen.“

Worauf dürfen sich Hypo-Kunden am Weltspartag freuen?
„Die Steiermark ist reich an kulinarischen Kostbarkeiten und handwerklichen Schätzen. In diesem Sinne darf Jahr für Jahr aus einer großen Bandbreite an kreativen Produkten geschöpft werden, die auch heuer als wertvolles Dankeschön an KundInnen der HYPO Steiermark gehen.“

BAWAG
Mag. Christian GARTLER
Regionaldirektor Bawag PSK Kärnten/Südsteiermark

Wird in Österreich (noch) viel gespart? Und wie?
„Gespart wird aus vielen Gründen: um kurzfristig auf aktuelle Lebensumstände zu reagieren, sich größere Träume zu erfüllen oder vorzusorgen. So unterschiedlich wie die Motive, sind auch die Produkte. Der Bogen reicht von Anlagekonten über klassische Sparbücher und Bausparen bis hin zu Produkten für spezielle Zielgruppenbedürfnisse, etwa die Safe & Cool Card für Kinder. Wir merken, dass Kunden in Zeiten besonders niedriger Zinsen verstärkt auf den Veranlagungshorizont achten und einen Teil ihres Geldes mittel- oder längerfristig veranlagen, um die Chance auf attraktivere Erträge aus Wertpapieren zu nutzen, die Pensionsvorsorge zu optimieren oder die Pensionslücke zu schließen. Auch unsere Fondslösungen, die wir optimal auf den individuellen Anlagehorizont und das persönliche Risiko-/Ertragsprofil der Kunden abstimmen, werden verstärkt nachgefragt“, so Mag. Christian Gartler.

Welche Art der Vorsorge empfehlen Sie?
„Das stimmen wir immer individuell auf die Bedürfnisse des Kunden ab. Für Wertpapiereinsteiger, die bereit sind zumindest mit einem Teil ihres Kapitals ein mittleres Risiko einzugehen, bieten wir die AnlageKombi. Das ist ein Kombinationsprodukt aus einer zumindest 50%-igen Wertpapierveranlagung in ausgewählten Fonds und einem Kapitalsparbuch mit attraktiver Verzinsung von 1,5% p.a. abzüglich KESt für 6 Monate. So profitieren unsere Kunden von der Sicherheit des KapitalSparbuches und den Chancen des Kapitalmarktes.“

Wie wird der Weltspartag bei Ihnen gefeiert?
„Auch heuer gibt es wieder kleine Geschenke, wie die beliebten Stehkalender, Badetiere für die Kleinsten und trendige Bluetooth-Adapter zum kabellosen Musikhören für Jugendliche. Zudem warten attraktive Produktangebote auf unsere Kunden.“

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