Über den rasanten Baufortschritt des Glasfaserausbaus in der Marktgemeinde Schwarzautal konnte sich dieser Tage auch Wirtschaftslandesrätin Mag. Barbara Eibinger-Miedl persönlich überzeugen.

Schwarzautal denkt an die Zukunft

„Die Corona-Krise hat zuletzt einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Breitbandausbau ist. Der dadurch in vielen Unternehmen ausgelöste Digitalisierungsschub erfordert leistungsfähige, lückenlose Datenverbindungen. Aber auch Familien benötigen das schnelle Internet“, so Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und nennt den flächendeckenden Ausbau als finanziellen Kraftakt des Landes Steiermark.

Durch das von der Steirischen Breitband- und Infrastrukturgesellschaft  (sbidi) umgesetzte Ausbauprojekt können rund 1.000 Gebäude mit 1.100 Haushalten in der Marktgemeinde  Schwarzautal ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Neben privaten Haushalten auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Betriebe. Insgesamt werden rund 10 Millionen Euro investiert. Die Kosten tragen Bund, Land und Gemeinde. Von den rund 110 km Leerrohren wurden bereits 40 km mit der speziellen Kabelverlegefräse, dem Layjet, in die Erde eingebracht.

Sbidi-Geschäftsführer Herbert Jöbstl erläutert die drei Schwerpunkte für den Breitbandausbau in der Steiermark, die umfassende Beratung der Gemeinden, Koordination bezüglich Ausbauvorhaben anderer Anbieter und der Bau von zukunftssicherer Glasfaserinfrastruktur. „Es ist bereits das fünfte Projekt, das sbidi erfolgreich begleitet“, so der Technische Leiter Johannes Trummer. 

Zum Ausbaugebiet zählen auch Ortsteile der Marktgemeinde St. Georgen an der Stiefing. „Es ist notwendig, dass am Land die gleiche digitale Versorgung wie im Zentralraum vorhanden ist, so können wir die Jugend im ländlichen Raum halten und Betriebsansiedlungen forcieren“, betont Vizebgm. Dietmar Schweiggl. 

Für Bgm. Alois Trummer ist der Breitbandausbau ein bedeutendes Zukunftsprojekt: „Wir sind sehr stolz, dass es gelungen ist, den Glasfaserausbau in Schwarzautal umzusetzen. Ich danke Landesrätin Eibinger-Miedl, dass dies möglich ist, und dem sbidi-Team für die hervorragende Unterstützung, sowie der Marktgemeinde St. Georgen für die gute Kooperation. Mit dem Hochleistungsinternet können wir für die Zukunft vorsorgen, die Betriebe bleiben wettbewerbsfähig und auch für die Bürgerinnen und Bürger eröffnen sich neue Chancen.“ In rund einem Jahr soll der Glasfaserausbau in der Marktgemeinde Schwarzautal abgeschlossen sein. 

Die Lichtwelle trifft Wolfsberg

Ein Glasfasernetz ist in Wolfsberg bereits ausgebaut und in Betrieb. Schon im Jahr 2007 zeigte sich die Bioenergie Wolfsberg eGen nicht nur mit der Nahwärmeversorgung aus Biomasse zukunftsorientiert. Auch der Weitblick in ein 9.000 Meter langes Wärmeversorgungsnetz eine Leerverrohrung einzulegen, war sehr innovativ. Die Bioenergie Wolfsberg gab der Marktgemeinde Schwarzautal die Zustimmung, die Leerverrohrung für schnelles Internet zu nutzen. Mit Xinon war rasch ein Umsetzungspartner und Provider für Glasfaserinternet gefunden. Etwa 5.000 Meter Glasfaser wurden in die Leitungen eingeblasen. Seit dem Ende des heurigen Sommers haben über 50 Häuser in Wolfsberg schnelles Internet. Bandbreiten von 100 Mbit/s bis 1.000 Mbit/s sind möglich. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 160.000 Euro. Dank einer 50-prozentigen Förderung des Landes Steiermark können die Anschlusskosten gering gehalten werden.

WOLFSBERG WAR DER ANFANG: Bgm. Alois Trummer, Ing. Martin Jantscher (Xinon), Fabian Herrmann (Xinon), Amtsleiter Ing. Josef Schweigler und Obmann Johann Kaufmann (v.l.n.r.) haben dafür gesorgt, dass bereits ein Glasfasernetz in Wolfsberg in Betrieb ist.