Beim Wettbewerb zur Errichtung von Corona-Denkmälern, den das „Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark“ gemeinsam mit dem Kulturressort des Landes Steiermark ausgeschrieben hatte, kürte die Jury auch den Entwurf von Werner Reiterer als eines von drei Siegerprojekten.

Die rekordverdächtige Beteiligung von 220 Künstlerinnen und Künstlern mit Steiermark-Bezug hat mehr als 300 Entwürfe hervorgebracht. Eine Jury hat daraus die Ideen von den Künstlern Wolfgang Becksteiner, Werner Reiterer und Michael Schuster als die drei Siegerprojekte ausgewählt.

Wolfgang Becksteiners Corona Denkmal „Distanzierte Nähe“ (am Frankl-Foto) wurde bereits im Grazer Burggarten präsentiert und kann ab sofort dort auch schon besichtigt werden.

Werner Reiterer

Die Vielschichtigkeit der Arbeit Werner Reiterers überzeugte die Jury ebenfalls: Der langfristige Prozess des Versinkens einer tonnenschweren Kugel im Erdboden, der viele Jahrzehnte dauern wird, ist vergleichbar mit dem Eindringen eines gefährlichen Virus in die menschliche Zelle. Dieses Verschwinden des Corona-Denkmals thematisiert auch das kollektive Vergessen der Pandemie im Laufe der Zeit. Ähnlich wie es bei der Spanischen Grippe 1918 der Fall war. Das Corona-Denkmal von Werner Reiterer wird übrigens noch in diesem Jahr im Stadtpark in Leibnitz realisiert werden. 

„Crash“ 2013

Vielen wird noch Werner Reiterers für Aufregung sorgendes Kunstprojekt „Crash“ am Hauptplatz in Leibnitz in Erinnerung sein. Im Jahr 2013 installierte der Künstler im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Stadt Leibnitz“ ein temporäres Kunstobjekt bei der Mariensäule. Dabei ließ Reiterer einen Pkw scheinbar in die zentral am Hauptplatz stehende Mariensäule krachen. Das ganze war allerdings nur eine Inszenierung und kein realer Unfall gewesen. Die Aktion musste damals vorzeitig beendet werden, weil das Auto im November in Brand gesetzt worden war.