Die Bedeutung der Bäume und des Waldes für die urbanen Räume unterstreicht Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher.

Bäume sind die grüne Lunge der Erde. „Durch ihre beispiellose Perfektion sind sie auch in der Lage, die Umgebungstemperatur um bis zu zehn Grad Celsius zu senken. Unser nachhaltig bewirtschafteter heimischer Wald ist ein entscheidender Klimaretter. Selbst in überhitzten Stadtgebieten zeigt er seine kühlende und klimafreundliche Wirkung“, so Titschenbacher.

Er begrüßt vor allem auch das vorbildliche Stadtentwicklungskonzept im neuen Grazer Stadtteil Reininghaus, wo sogar ein drei Hektar großer Park sowie Waldflächen in den jeweiligen Quartieren angelegt und begrünte Außenfassaden errichtet werden. „Ohne nachhaltige und aktive Nutzung des Waldes wird die Klimakrise weiter verschärft, weil damit fossilbasierte Produkte nicht durch nachwachsende, klimafreundliche Rohstoffe ersetzt werden“, warnt Titschenbacher. Diese deutliche Faktenlage bestätigt auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Damit wird den Forderungen von Umwelt-Aktivisten, die die Waldnutzung massiv einschränken wollen, die Grundlage entzogen.

In unseren Wäldern gibt es übrigens ausreichend Holzvorräte, die über viele Jahrhunderte nachhaltig aufgebaut wurden. So zeigt die aktuelle Zwischenauswertung der österreichischen Waldinventur, dass wesentlich mehr Holz in unseren Wäldern zuwächst als genutzt wird. Aktuell wachsen in der Steiermark jährlich 8,2 Mio. Festmeter zu, genutzt werden nur rund 4,2 Mio. Festmeter. Gleichzeitig sorgen die heimischen Waldbesitzer mit Weitblick für eine Anhebung des Anteils an wichtigen Mischbaumarten. „Damit reagieren die Waldbauern proaktiv auf mögliche Auswirkungen des Klimawandels“, lobt Titschenbacher.