Die bekannte an der Sulm gelegene Reitanlage Bergmühle steht seit kurz vor 14 Uhr im Vollbrand.

Bis zu 15 Feuerwehren sind seit knapp nach 14 Uhr mit Großtanklöschfahrzeugen im Einsatz, um gegen die Flammen auf dem 10 Hektar großen Gelände anzukämpfen. Inzwischen sind es jedoch schon 26 Wehren aus dem Bezirk Leibnitz, die im Großeinsatz stehen. Das Paradis für Pferdefreunde bestand aus weitläufigen Koppeln, zwei Reithallen sowie einem Dressurviereck, Springplatz und einer Springwiese.

Neueste Entwicklung

„Es sind nun bereits 25 Feuerwehren mit 270 Florianijüngern im Einsatz vor allem auch, um eine vom Brand der Reitanlage Bergmühle betroffene Waldfläche von rund 5000 Quadratmetern zum Schloss Seggau hinauf zu retten“, wie uns am Telefon ABI d.V. Herbert Putz über die Entwicklung am Laufenden hält. Zum Einsatz kommen beim Reitstall vor allem auch Atemschutzträger.

„Mit den Großtanklöschfahrzeugen haben wir einen Pendelverkehr zum Sulmsee eingerichtet, um die Wehren mit Löschwasser zu versorgen“, erzählt uns der für die Öffentlichkeitsarbeit Beauftragte.

In Coronavirus-Zeiten werde sonst allerdings, so Putz, versucht, Alarmierungen über die Sirenen so weit wie möglich zu vermeiden und die Wehren in kleine Gruppen eingeteilt, die dann zu Einsätzen ausfahren.

Es sind etwa 15 Pferde abgängig, die wegen des Brandes das Weite gesucht haben und dem Brand entkommen sein dürften.

Aktuelles vom Bezirkskommandanten

„Wir haben nun alles im Griff. Mittlerweile sind am Brandherd sechs weitere Trupps eingetroffen, sodass wir nun insgesamt 26 Feuerwehren mit rund 350 bis 400 Florianijüngern im Einsatz haben. Alle Wehren haben Atemschutzträger mit dabei. Die Löscharbeiten weiten sich vor allem auf den benachbarten Wald aus. Nach neuesten Schätzungen brennt es auf einer Waldfläche von rund 10.000 Quadratmetern“, meldet sich nun auch der Leibnitzer Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Krenn vom Bereichsfeuerwehrkommando Leibnitz zu Wort. Er berichtet aktuell leider, ferner dass nun doch einige Pferde im Stall verendet sind.

„Wir haben jetzt auch den Waldbrand im Griff, werden aber noch bis zum Einbruch der Dunkelheit damit zu tun haben. Der Wind ist ein Problem, daher wird es auch in der Nacht eine Feuerwache geben“, so Krenn, der nun bestätigt, dass im Stall auch einige Pferde verendet sind.

Die Geschichte der Bergmühle

Anfang 2006 war nach zweijähriger Bauphase die neue Reitanlage Bergmühle Leibnitz in Betrieb gegangen. Das Haupthaus – die heutige kleine Halle – stand bereits vor über 150 Jahren am Fuße des Seggaubergs als Teil der alten Mühle. Von der Reitanlage Bergmühle waren vor allem ausgedehnte Ausritte auf Wald- und Wiesenwegen bis zum Sulmsee möglich.