Der Naturpark-Gipfel 2020 war nicht nur ein kulinarisches Ereignis der besonderen Art, sondern gleichzeitig auch Startschuss für eine Reise einer Naturpark-Delegation quer durch Österreich.

Vertreter der Naturparke aus ganz Österreich trafen sich am 18. September auf Schloss Seggau zum diesjährigen Naturpark-Gipfel. Gemeinsam mit der Umweltlandesrätin Mag.a Ursula Lackner diskutierte man über wichtige Entwicklungen in den Naturparken.

Landwirtschaftliche Bewirtschaftung in den Naturparken

Im Fokus steht heuer die landwirtschaftliche Bewirtschaftung in den Naturparken und deren Einfluss auf das Landschaftsbild sowie die darin vorkommende Fauna und Flora. Kein Wunder, werden doch die sieben österreichischen Naturparke durch die zum Teil jahrhundertelange traditionelle Bewirtschaftung geprägt. Bis heute erhalten hunderte Landwirte die strukturreichen Kulturlandschaften, die vielfältigen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bieten. Gleichzeitig werden in den Naturparken köstliche Produkte erzeugt, wovon man sich im Naturpark Südsteiermark bei einem Pressfrühstück der Naturparkspezialitäten Südsteiermark selbst überzeugen konnte. Angefangen mit Käse von Josef Fischer und Schinken vom Serschenhof von der Remschniggalm über Fruchtiges von traditionellen Streuobstwiesen von der Lindenburg und der Amtmann bis hin zu edlem Tropfen aus dem strukturreichen Weingarten von Otto Knaus präsentierte man Naturschutz, der schmeckt.

Einzigartige Naturräume erhalten

„Gerade im Hinblick auf die Veränderungen, die uns durch den Klimawandel drohen, hat es oberste Priorität, die einzigartigen Naturräume in der Steiermark und in Österreich auch für unsere Kinder und Enkel lebenswert zu erhalten!“, erklärt Umweltlandesrätin Ursula Lackner. Die nachhaltige Nutzung von Ressourcen, regionale Produktion und der große Beitrag zur Bewusstseinsbildung in der jeweiligen Region sind, so die Landesrätin, von immenser Bedeutung. „Mit dem Naturschutznetzwerk der Naturparke setzen wir wichtige Schritte, um dem Klimawandel und seinen Folgen entgegenzutreten und die Steiermark und Österreich auch für unsere Kinder und Enkel lebenswert zu erhalten.“, ergänzt LR Lackner.

Klimafreundliche Reise durch Landschaften

Der jüngste Naturpark-Gipfel war aber auch Ausgangspunkt für eine ganz besondere Reise: Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes der Naturparke Österreichs (VNÖ) reist eine Naturpark-Delegation im Herbst quer durch Österreich und besucht Naturparke in acht Bundesländern. Dort tauschen sich die Mitglieder mit den zuständigen politischen Vertretern über wesentliche Themen und Entwicklungen im Naturpark-Bereich aus. Auf ihrer Reise wird sich die Delegation vom tatkräftigen Engagement vieler Naturpark-Akteure in unseren Landschaften voller Leben überzeugen und regionale Besonderheiten kennenlernen. Im Sinne der Naturpark-Philosophie werden die Naturparke mit öffentlichen Verkehrsmitteln besucht.

Naturparke ziehen an einem Strang

Seit der Gründung des VNÖ im Jahr 1995 ziehen die Naturparke durch eine koordinierte Zusammenarbeit und gemeinsame Strategie an einem Strang. In den kommenden Jahren widmet man sich verstärkt dem Thema „Klimawandel“. Grundlage dafür soll eine eigene Klimastrategie sein. Auf europäischer Ebene wird unter Führung des VNÖ eine Klima-Deklaration erarbeitet, die 2021 bei einem Festakt von den Naturpark-Verbänden Europas unterzeichnet werden soll.