Seit dem Jahr 2007 ist die S-Bahn auf Schiene und bewegt die Menschen. Mit ihrer Strahlkraft hat sie das Mobilitätsverhalten der Steirer:innen nachhaltig verändert.

„Der eingeschlagene Weg zur Attraktivierung des Schienennahverkehrs hat neue Trends gesetzt. Nicht nur die Bahn, auch RegioBus und Stadtverkehre haben sich im Sog der S-Bahn äußerst positiv entwickelt“, freut sich Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang. 

Die S-Bahn Steiermark ist ein Leuchtturm im steirischen öffentlichen Verkehr, der den Puls der Zeit getroffen hat. „Klimaschutz, Energieeffizienz oder regionalpolitische Entwicklungen – die S-Bahn hat darauf die richtige Antwort“, ist Verkehrsreferent Lang überzeugt. Zum Start der S-Bahn waren Angebot und Qualität nicht auf dem heutigen Niveau. Zusätzliche Leistungsbestellungen bei den Partnerunternehmen ÖBB, GKB und Steiermarkbahn, Infrastruktur-Verbesserungen, wie etwa die Teilinbetriebnahme der Koralmbahn oder die Errichtung des neuen Grazer Hauptbahnhofs und auch der Einsatz neuer Fahrzeuge haben die S-Bahn wachsen lassen. 

Kunden schätzen die laufenden Verbesserungen

„Die Kunden wissen die laufenden Verbesserungen bei der S-Bahn zu schätzen. Ein Plus von derzeit 46 Prozent an täglichen Einsteigern stellt dies eindrucksvoll unter Beweis“, ist der Lan-desverkehrsreferent stolz. Über 50.000 Fahrgäste können durchschnittlich an einem Werktag in der S-Bahn begrüßt werden, das sind um 16.000 mehr als noch vor dem Start. Hat Covid der Nachfrage eine kleine Delle beschert, sind mittlerweile auf den wichtigsten Korridoren die Vor- Corona Frequenzen wieder erreicht. 

Besonders erfreulich sind dabei die Entwicklungen auf jenen Strecken, die zuletzt eine Attrakti-vierung des Fahrplans erfahren haben. So steigen auf der S5 – hier gibt es seit rund einem Jahr den tagesdurchgängigen Halbstundentakt zwischen Leibnitz und Graz – bereits über 12.200 Kund:innen täglich ein. Auf der S31 Weizer Bahn zeigt die Verlängerung der S-Bahn durchs Stadtzentrum in den Weizer Norden den vollen Erfolg.

Stimmen zum Jubiläum

„Der Nah- und Regionalverkehr auf Schiene sorgt für den klimaschonenden Weg zur Arbeit oder auch zur Schule und wieder nach Hause. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem Land Steiermark und allen Partnern das passende Angebot für umweltbewusste Pendlerinnen und Pendler sicherstellen können. Ich bin mir sicher, dass wir auch in den nächsten 15 Jahren und darüber hinaus zahlreiche Maßnahmen zur weiteren Optimierung des öffentlichen Verkehrs umsetzen werden, um noch mehr Menschen für das Bahnfahren zu begeistern“, resümiert Vorständin Sabine Stock von der ÖBB-Personenverkehr AG.

„Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH konnte als Teil dieser Erfolgsgeschichte das Mobilitätsangebot in der Weststeiermark massiv ausbauen und damit die Fahrgastzahlen im Bahn- und Busbereich enorm steigern, außerdem wurde mit regioMOBIL ein hochinnovatives Mikro-ÖV-Angebot für die „Last Mile“ etabliert. Es bleibt aber noch sehr viel zu tun. Die S-Bahn Steiermark ist dabei die Lokomotive für die Weiterentwicklung der sanften Mobilität“, so Generaldirektor Franz Weintögl von der Graz-Köflacher Bahn.

„Klein aber fein ist das Motto der Steiermarkbahn. Wir betreiben im Netz der S-Bahn Steiermark zwei kleinere Strecken, können aber aufgrund unserer Flexibilität immer besonders innovative Akzente für die S-Bahn setzen. Als Beispiel kann man die höchst erfolgreiche Verlängerung der S31 durch die Stadt Weiz in deren Norden nennen. Gerne stellen wir unser Know-how auch in den nächsten Jahren zur Verfügung, um die S-Bahn in eine noch erfolgreichere Zukunft zu steuern“, ergänzt Neo-GF Werner Hecking von der Steiermarkbahn.

Lokomotive für die sanfte Mobilität 

Parallel zum S-Bahn-Netz hat sich in der ganzen Steiermark auch das RegioBus-Netz etabliert. Park+Ride, Rad und Bahn und auch die laufende Umsetzung der Mikro-ÖV-Strategie, deren Ziel ja auch die Verbesserung des Zubringerverkehrs zur S-Bahn ist, wären ohne Vorbild S-Bahn nicht in dieser Qualität zur Umsetzung gekommen. 

„Ich muss mich bedanken. Einerseits bei meinen Vorgängern im Verkehrsressort, die vor 15 Jahren den Mut aufgebracht haben, dieses Projekt zu starten, andererseits gilt mein Dank aber auch dem Planerteam der S-Bahn Steiermark, bestehend aus der Abteilung Verkehr (A16) des Landes Steiermark, der Verbund Linie und den drei Verkehrsunternehmen ÖBB, GKB und Steiermarkbahn. Vor allem aber möchte ich mich bei allen Steirer:innen bedanken, die als S-Bahn-Kunden diesen Erfolg überhaupt erst möglich machen!“ , macht die gesamtheitliche Entwicklung den Verkehrsreferenten stolz.

Zahlen, Daten, Fakten 

 2007 Start der S-Bahn Steiermark 

 2008-2010 zahlreiche Preise und Nominierungen 

 2010 neue S6 via Koralmbahn, Ostbahn wird S3 

 2015 Eröffnung neuer Hauptbahnhof in Graz 

 2016 Ausweitung der S-Bahn in die Obersteiermark 

 2017 Verlängerung der Weizer Bahn in den Norden von Weiz 

 2022 bester je gefahrener Fahrplan u.a. mit Halbstundentakt S5 

 11 Strecken – 120 Haltestellen 

 Seit 2007 + 46% Kund:innen 

 50.000 Kunden täglich (Mo-Fr) 

 Rund 630 Verbindungen im Nahverkehr (280 mehr als 2007) 

 9 Stationen in Graz 

 5.400 Mitarbeiter bei 3 Unternehmen