Der Trend zur Digitalisierung ist längst auch in der Südweststeiermark angekommen. Die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Internetinfrastruktur wurde angesichts der COVID-19 Pandemie besonders deutlich. Durch stetig steigendes Datenvolumen stößt die bestehende Telekommunikationsinfrastruktur immer weiter an ihre Grenzen. 

Am Festplatz von Kitzeck im Sausal informierten (am Foto v.l.n.r.) Vzbgm. Patrick Pronegg, MMag.a Barbara Eibinger-Miedl, NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel und Bgm. Josef Fischer über Details zum Breitbandausbau in der Südweststeiermark.

Die Breitbandanbindung mittels Glasfaser-Kabel ist einerseits ein grundlegender Standortfaktor für Unternehmen und wird andererseits zunehmend für den privaten Gebrauch immer wichtiger. Anwendungen wie E-Banking, Tele-Konferenzen, Netflix, Spotify und vieles mehr sind aus Gesellschaft und Arbeitswelt einfach nicht mehr wegzudenken. So gilt es, die bestehende Telekommunikationsinfrastruktur zu modernisieren und für die Zukunft zu rüsten. 

Ausbau von Glasfasernetzen

Vor allem in ländlichen Regionen wie der Südweststeiermark stellt der Ausbau von Glasfasernetzen aufgrund der Herstellungskosten eine Herausforderung dar, die nur gemeinsam mit Mitteln von Bund, Land & Gemeinden bewältigt werden kann. Die Breitbandmilliarde zählt zu den wichtigen Hilfsmittel. Auch das Land Steiermark leistet mit der von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl initiierten Steirischen Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft m. b. H. (sbidi) einen wesentlichen Beitrag zur Errichtung und Finanzierung von Glasfasernetzen. Die sbidi wird dort tätig, wo kein Ausbau durch private Anbieter erfolgt. 

Hochaktive sbidi

Seit ihrer Gründung im Jahr 2019 ist die sbidi in der Südweststeiermark hochaktiv. Das erste auf diese Weise gebaute Netz befindet sich in St. Nikolai im Sausal und ist bereits in Betrieb. Weitere Ausbauprojekte in südweststeirischen Gemeinden sind im Bau oder in Planung. Die neuen Breitbandmittel des Bundes und der Europäischen Union in der Höhe von 1,4 Mrd. EUR für ganz Österreich werden noch mehr Tempo in den Glasfaserausbau bringen. 

Zur Sicherstellung des raschen Breitbandausbaus wurde ein Breitband Masterplan für die Südweststeiermark erstellt. Zusätzlich gibt es seit 2018 für Gemeinden die Möglichkeit, Mitverlegungen die dem Breitbandmasterplan entsprechen, durch Regionsmittel aus dem Steirischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetz unterstützen zu lassen, um somit zusätzliche Grabungskosten zu sparen. 

Enormen Digitalisierungsschub 

„Corona hat einen enormen Digitalisierungsschub ausgelöst und einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein flächendeckender Breitbandausbau für die positive Entwicklung von Regionen ist. In der Südweststeiermark haben wir mit der landeseigenen Gesellschaft sbidi in den vergangenen Jahren den Breitband-Turbo gezündet. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit den zusätzlichen Mitteln des Bundes auch in der Region weitere Projekte starten werden können“, betont Wirtschaftslandesrätin MMag.a Barbara Eibinger-Miedl. 

„Der Digitalisierungsprozess beschleunigt sich immer mehr und bildet mittlerweile eine der Grundlagen für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit vor allem auch für ländliche Regionen. Die Südweststeiermark darf beim Ausbau einer nachhaltigen Glasfaserinfrastruktur nicht abgehängt werden. Nur durch ein engmaschiges Glasfasernetz für Unternehmen, für allen öffentlichen Einrichtungen und für privat-Haushalte, können die Chancen der Digitalisierung auch bei uns genutzt werden“, unterstreicht NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel.  

Glasfasernetz für Kitzeck im Sausal

„Der Breitbandausbau ist für ländliche Gemeinden, wie bei uns in Kitzeck, eine besondere Herausforderung und wäre ohne Unterstützung des Landes über die sbidi nicht möglich. Nicht nur die Betriebe, auch die meisten Bewohner*Innen der Gemeinde stehen dem Ausbau sehr positiv gegenüber und freuen sich bereits auf die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes“, ergänzt Bgm. Josef Fischer.