Gegen 22 Uhr heulte am Faschingsdienstag auch in der Stadt Leibnitz die Sirene. Die Florianijünger der Stadtfeuerwehr wurde mit der Drehleiter und dem Tanklöschfahrzeug zu einem Brand eines Wirtschaftsgebäudes nach Spielfeld gerufen.

Am Rosenberg stand aus bisher noch unbekannter Ursache ein Stallgebäude in kurzer Zeit in Vollbrand. Mehrere Kühe konnten glücklicherweise vor dem Flammentod gerettet werden.

Bei Eintreffen der Leibnitzer Stadtfeuerwehr am Brandort war das Feuer bereits von fünf Wehren des Abschnittes fünf bekämpft worden. Die Löscharbeiten wurden durch fehlende Wasserbezugsquellen erschwert. So musste mit mehreren Tanklöschfahrzeugen ein Pendelverkehr zu Hydranten nahe der Staatsgrenze eingerichtet werden. Die Leibnitzer Drehleiter wurde nahe des Brandobjektes positioniert, um von der Höhe aus die Löscharbeiten zu unterstützen.

Großeinsatz von neun Wehren

Mit vereinten Kräften vermochten die Florianis den Brand nach und nach unter Kontrolle bringen. Auch das Wechselladefahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kaindorf an der Sulm war im Einsatz, um mit einem Kran in Verbindung mit einem Greifer die Reste des Dachstuhls und Heu aus dem Objekt zu bringen. Ein Atemschutztrupp der Stadtfeuerwehr unterstützte die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten vom Boden aus.

Ein Übergreifen des Feuers auf nahegelegene Wohngebäude konnte durch den raschen, knapp sechs Stunden dauernden Einsatz von am Ende insgesamt neun Feuerwehren aus dem gesamten Bezirk Leibnitz verhindert werden. Die Ausräum- und Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Mehr als 100.000 Liter Wasser wurden an der Einsatzstelle benötigt – allein mit dem Tanklöschfahrzeug der Stadtfeuerwehr wurden 24.000 Liter Wasser an den Brandort gebracht. Mit dem Atemluftfahrzeug wurden direkt an der Einsatzstelle die Atemluftflaschen wieder für den Einsatz aufgefüllt.

Das Stallgebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder, von einem hohen Sachschaden muss ausgegangen werden. Über die genaue Brandursache kann derzeit jedoch nur gemutmaßt werden und stellt den Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen dar.

Dank für die gute Kooperation

„An dieser Stelle möchten wir uns bei allen eingesetzten Kräften der Feuerwehren aus dem gesamten Bezirk, dem Roten Kreuz sowie der Polizei für die hervorragende Zusammenarbeit beim Brandeinsatz bedanken“, so Michael Gratzer von der Stadtfeuerwehr Leibnitz.

Zum Einsatz kamen unter der Einsatzleitung der FF Straß insgesamt 17 Fahrzeuge wie ALF, DLK 23-12, MTF, TLFA 4000/100 von den Wehren aus Ehrenhausen, Gamlitz, Gersdorf an der Mur, Kaindorf an der Sulm, Leutschach, Spielfeld, Straß und Vogau. Weitere Fotos unter: www.feuerwehr-leibnitz.at