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Eisenbahn-Nostalgie: Die Sulmtalbahn fährt wieder

A. Luft/Sammlung Dietmar Zweidick

Eisenbahn-Nostalgie: Die Sulmtalbahn fährt wieder
Oktober 18
12:59 2019

Ein neuer Dokumentarfilm über „Die Geschichte der Sulmtalbahn“ sorgt für wehmütige Eisenbahn-Nostalgie. Die zu neuem Leben erweckte Geschichte feiert am 18. Oktober 2019 ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum Leibnitz Premiere.

Die Sulmtalbahn lebt in der Erinnerung vieler Süd- und Weststeirer selbst 52 Jahre nach ihrer Einstellung noch immer weiter. Bis heute denken noch viele gerne an die Zeit zurück, als der „Sulmtaler“ noch zwischen Leibnitz und Pölfing-Brunn verkehrte. So auch der Kaindorfer Leo Frühwirth (60): „Wenn der Sulmtaler in der Früh mit unüberhörbaren Pfeifsignalen von der alten Bogenbrücke über den unbeschrankten Bahnübergang in der Arnfelserstraße zur Haltestelle Kaindorf an der Sulm fuhr, wusste ich, es ist 7 Uhr und Zeit zum Aufstehen“, so der Gastwirt, der an der Bahnstrecke der Sulmtalbahn aufgewachsen ist. „Dann ist einer vom Zugpersonal ausgestiegen und zur Telefonhütte beim hölzernen Wartehäuschen gegangen und hat beim Bahnhof Leibnitz angerufen und um Streckenfreigabe ersucht“, hat Frühwirth noch gut in Erinnerung.
Leo Frühwirth

Verkehrsader des Sulmtals

Die legendäre Sulmtalbahn war lange Zeit hindurch die wichtigste Verkehrsader des Sulmtals. Denn sie verband die Kohlereviere und Fabriken der Südweststeiermark mit Leibnitz und Graz und war ferner das wichtigste Personenverkehrsmittel der Region. Obwohl sie beide Weltkriege überstanden hat, wurde sie schließlich am 27. Mai 1967 eingestellt.

Neues Leben für alte Bahn

Doch nun fährt sie wieder. Zwar nur in einem Dokumentarfilm von Heimo Holik, Dietmar Zweidick und dem Filmklub Leibnitz, aber dafür jedoch umso eindrucksvoller. Dokumentarfilmer Dr. Heimo Holik gelang es in zweijähriger Arbeit, die seinerzeitige Bedeutung dieser Eisenbahnlinie und den damit verbundenen Fortschritt für das Leben der Menschen der Süd- und Weststeiermark eindrucksvoll zu dokumentieren. Holik fügte aus der Sammlung von Dietmar Zweidick altes Bild- und Filmmaterial zusammen und ergänzte es um spannende Interviews mit Zeitzeugen. So erzählt etwa der frühere Lokführer Alfred Pölzl, wie er mit dem letzten Dampfzug auf der Sulmtalbahn gefahren ist. Auch die Protagonisten Herta Käfer, Brigitte Kainz und Willi Büschl erinnern sich zurück und wissen noch so manche Geschichte aus dieser Zeit zu berichten. Die Interviews von Zeitzeugen dokumentierten Peter Zink, Peter Marx und Kurt Jakopeh vom Filmklub Leibnitz.

Neues Leben für alte Bahn

Auf die Idee für einen Dokumentarfilm sind die Freunde der Sulmtalbahn bei einer Ausstellung ihrer 130 Meter langen Modelleisenbahnanlage der Sulmtalbahn im ehemaligen Spar-Markt Spari in Gleinstätten gekommen. Dietmar Zweidick und Julian Kiklin fanden bei Mitgliedern des Filmklubs Leibnitz rasch Verbündete für das Filmprojekt. Der erfahrene Dokumentarfilmer Dr. Heimo Holik nahm sich aus eigenem Interesse an der Geschichte der Sulmtalbahn der Sache an. Die Grundlage für den 38 Minuten langen Film war eine Festschrift von Dietmar Zweidick und Monika Andrä zum 100-jährigen Jubiläum der Eröffnung der Sulmtalbahn. Das „Making of “ des Films wird bei der Premiere als DVD verkauft.

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