Immer mehr Menschen wissen aktuell nicht mehr, wie sie sich die steigenden Energiekosten noch leisten können. Die explodierenden Preise machen selbst vor den Gemeinden nicht halt und belasten die Budgets immer stärker. Bei der jüngsten Leibnitzer Gemeinderatssitzung wurde mit großer Mehrheit, über alle Parteigrenzen hinweg, ein eigener Energiesparplan beschlossen. 

Die wichtigsten Grundlagen für die Entscheidung waren, so verlautet es aus dem Leibnitzer Rathaus, dass die Energieversorgung der Schulen und Kindergärten gesichert werde und Leibnitz die notwendige Planungssicherheit für das künftige Budget habe.

Ökostromliefervertrag „Energie Steiermark“

Basierend auf intensiver Beratung und unter Einbindung von Experten hat der Gemeinderat einen Ökostromliefervertrag mit dem Bestbieter – „Energie Steiermark“ – für die nächsten zwei Jahre beschlossen. „Diese wichtige Entscheidung wurde in gemeinsamer Verantwortung für Leibnitz und mit großer Mehrheit parteiübergreifend im Gemeinderat beschlossen. Meinen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat gilt dafür ein großes Dankeschön”, so Bgm. Michael Schumacher. 

Dieser neue Stromliefervertrag verursacht für die Stadtgemeinde laut Rathausaussendung dennoch eine Kostensteigerung von derzeit 250.000 Euro auf künftig rund 1.100.000 Euro, obwohl dabei mögliche Einsparungspotentiale bereits berücksichtigt werden konnten. 

Eislaufplatz am Marenzigelände

Aus dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber allen LeibnitzerInnen sieht sich der Leibnitzer Gemeinderat dazu gezwungen, den Eislaufplatz am Marenzigelände in der heurigen Saison 2022/23 nicht in Betrieb zu nehmen. Basierend auf Zahlen, Fakten und Kosten wurde fraktionsübergreifend festgestellt, dass das Betreiben des Eislaufplatzes für die Dauer von etwa zweieinhalb Monaten mit einem prognostizierten Abgang von rund 150.000 bis 200.000 Euro die finanziellen Möglichkeiten der Stadtgemeinde massiv übersteigt. 

„Um unseren Familien, den Kindern und den Jugendlichen dennoch Alternativen zur winterlichen Freizeitgestaltung aufzuzeigen, arbeiten wir bereits mit Hochdruck an einem Aktivitätskalender für den Winter – ähnlich dem Sommer-Ferienkalender. Dabei sollen die Möglichkeiten über Aktivitäten der Vereine, deren Kontaktdaten sowie Örtlichkeiten und diverse Termine aufgelistet werden”, betont Schumacher. 

Einstimmigkeit im Gemeinderat gab es bei der Weihnachtsbeleuchtung – diese konnte unter Ausnutzung aller Einsparungspotentiale in reduzierter Form gesichert werden. So wird der Hauptplatz heuer kürzer zwischen 16.30 und 21 Uhr, weihnachtlich beleuchtet. Auf einen strahlenden Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, im Kreisverkehr Volksbank, am Frauenberg, am Seggauberg, am Grottenhof sowie bestmöglich bei den Kindergärten und Schulen müsse, so Bgm. Schumacher, während der Adventzeit ebenfalls nicht verzichtet werden.