Die Entwicklung der Südsteiermark vom ehemals schlecht entwickelten Grenzgebiet zur angesagten Wein- und Tourismusregion hängt vor allem auch mit dem Fleiß und der Schaffenskraft vieler Kleinst- und Kleinbetriebe und den Menschen, die dahinter stehen, zusammen.

Die Landwirtschaft war bis in die 1950-er Jahre ausnahmslos von kleinstrukturierten Mischbetrieben geprägt, die ihre Produkte zum größten Teil zum Eigenverbrauch, oder besser gesagt zum eigenen Überleben, produzierten.

Die moderne Technik, die ansonsten in vielen Bereichen Einzug hielt und für Aufschwung und Wohlstand sorgte, war für die meisten Bauern der Region unerschwinglich und unerreichbar. Genau hier hat das Unternehmen von Raimund Held und später dessen Söhne in Schlossberg bei Leutschach an der Weinstraße über Generationen hinweg große Verdienste erzielt. Neben den kunstfertigen Reparaturen sämtlicher auch noch so kleinen und einfachen Geräte, hat das Unternehmen mit Eigenentwicklungen wie der unter dem Namen „Heldwinde“ bekannten Seilwinde, den universell einsetzbaren Triebachsern, Mulchern und vieles mehr langlebige und vor allem leistbare Gerätschaften auch für Kleinstbetriebe erzeugt. 

„Maschinen Held“ rund um die Uhr im Einsatz

Ferner wurde jede nur irgendwie mögliche, aber wohl auch unmögliche Reparatur kostengünstig durchgeführt, um den Landwirten der Region ein betriebliches Überleben, wie eine stete Weiterentwicklung zu ermöglichen. Im Grunde war es ein rund um die Uhr-Service, denn egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit „Maschinen Held“ war immer zur Stelle und wenn es sein musste, auch schnell vor Ort. Die fairen Preise und das Entgegenkommen schätzten die zufriedenen Kunden seit über 60 Jahre. 

Nach der Übernahme durch die Söhne Peter und Wolfgang, hat man diese Tugenden gerne im Sinne der Gemeinschaft weiter gepflegt. Während Wolfgang sich auf maßgeschneiderte Metallarbeiten spezialisierte, hat Peter den Landmaschinenbereich weitergeführt. Mit handwerklich begabten Mitarbeiten wie Toni Schunko und Otto Proneg, der von den meisten sowieso „Held Otto“ bezeichnet wurde, konnten als Beispiel viele durch den Frost geplatzten Steyr-Traktore kunstvoll und aufwendig geschweißt und wieder fahrtüchtig gemacht werden. Auch die erste Trinkwasserversorgung im Ort Leutschach ist untrennbar mit der Familie Held und ihren Fertigkeiten verbunden.

Ehrung durch die WKO Steiermark

Daher war es auch kein Wunder, dass sich anlässlich der Pensionierung von Hans Peter Held und der Übernahme der Fa. Landmaschinen Held in Leutschach durch Markus Pinnitsch auch die WKO Steiermark mit einer Ehrenurkunde für die langjährige unternehmerische Leistung von Maschinen Held bei Familie Held einstellte. Bei der Ehrung waren seitens der WKO-Regionalstelle Leibnitz KR Karl Wratschko sowie Bgm. Erich Plasch und der Leutschacher Bauernbundobmann Rudi Stiebler und Kammerobmann Christoph Zirngast von der Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft gekommen, um Hans Peter Held besonders zu ehren.

Nachfolger Markus Pinnitsch

Nach dem Pensionsantritt von Peter Held, hat man mit Markus Pinnitsch Gottseidank einen Nachfolger gefunden, der den erfolgreichen wie menschlichen Weg des Traditionsunternehmens im Bereich Landmaschinen weiterführt. Auch hier sind es wieder Eigenentwicklungen wie die von ihm entwickelte Mulchbürstkombination für die regionalen Betriebe, aber mittlerweile weit darüber hinaus. Was vor über 60 Jahren begann, wird im Sinne des Firmengründers weitergeführt.