Die besten und schönsten handgemachten Krapfen der Steiermark standen bei der Landesprämierung 2020 der Landeskammer Steiermark auf dem Prüfstand. Zwei „Goldene“ gingen dank Familie Malli aus Kitzeck und Waltraud Schreiner aus St. Veit in der Südsteiermark in den Bezirk Leibnitz.

Krapfen von Hand gemacht 

Rechtzeitig zu Faschingsbeginn hat die Landwirtschaftskammer zum 3. Mal die besten Krapfen-Bäckerinnen des Landes gekürt. Dem Landeswettbewerb stellten sich zehn Bäuerinnen, die sich seit vielen Jahren mit dem Backen dieses klassischen Faschingsgebäckes beschäftigen. „Sonja Wippels Handwerkskunst, der harmonische und feine Geschmack sowie die flaumige Konsistenz am Gaumen überzeugten die 18-köpfige Fachjury. Sechs Bäuerinnen können sich über eine Gold-Auszeichnung und zwei über eine Bronze-Auszeichnung freuen“, gratuliert Landesbäuerin Gusti Maier.

Landesbäuerin Gusti Maier (r.) gratuliert aber auch Waltraud Schreiner aus St. Veit in der Südsteiermark zur Goldenen (Foto). Auch in Österreichs steilsten Weingut von Familie Malli aus Einöd (Gemeinde Kitzeck im Sausal) dürfen sich Johanna und Viktoria Malli über eine „Goldene“ für ihre „Steilen Krapfen“ freuen.

Himmlisch flaumig

Die begnadete Brotbäuerin Sonja Wippel aus Premstätten sicherte sich aufgrund des Entscheids der Fachjury der Landwirtschaftskammerden den Landessieg und darf sich fortan „Krapfen-Königin“ nennen. Die siegreichen Krapfen werden als „himmlisch flaumig und luftig“ beschrieben und werden ausschließlich aus heimischen Zutaten hergestellt. „Der Teig bekommt viel Zeit zum Aufgehen, die Früchte für die Marmelade kommen aus meinem eigenen Garten“, verrät die Landessiegerin. Wer ihre köstlichen Krapfen probieren möchte, erhält sie im Hofladen von Sonja Wippel in Premstätten auf Bestellung von Montag bis Samstag.

Nur regionale Zutaten!

Für die Teilnahme am Landeswettbewerb die 100-prozentige heimische Herkunft der wertgebenden Zutaten, insbesondere von Frischeiern, Butter und Milch, das entscheidende Kriterium. Auch das Mehl musste von regionalen Mühlen stammen. „Industriell hergestellte Krapfen hingegen haben bis zu 31 Zutaten. Darin finden sich auch Zutaten wie Carboxymethylcellulose als Verdickungsmittel, Titanoxid als Farbstoff oder Caliumsobat als Konservierungsstoff, so Verkostungschefin Eva Lipp.

Kunst des Krapfenbackens

Alle eingereichten Krapfen sind handgemacht und nach einem Hausrezept zubereitet. Das Geheimnis eines bildhübschen und luftig-flaumigen Krapfens ist die entsprechend lange Stehzeit vor dem Backen, weil nur so das gewünschte weiße Randerl entsteht“, betont Verkostungschefin Lipp. Besonders wichtig sind neben den besten, regionalen Zutaten die sorgfältige Teigbereitung bei Zimmertemperatur sowie ein gefühlvolles Kneten. Nicht zuletzt ist auch die Fetttemperatur ausschlaggebend für einen bildhübschen Krapfen.