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Leibnitz will Umwelt- und Energievorzeigestadt werden

LA/Klapsch

Leibnitz will Umwelt- und Energievorzeigestadt werden
September 20
16:07 2019

Die Stadt Leibnitz will gemeinsam mit den Fernwärmeversorgern Nahwärme Tillmitsch und Bioenergie Leibnitzerfeld dem Klimawandel den Kampf ansagen und einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. „Wir wollen die Gemeinde zukunftssicher und zukunftsfit machen“, erklärte Bürgermeister Helmut Leitenberger am Freitag bei einer Präsentation zum Ausbau des Fernwärmenetzes im Leibnitzer Rathaus. Mit dazu gehört auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und der Fuß- und Radwege.

Zusammenschluss im Leibnitzer Zentrum

Gelingen soll das Vorhaben, das vom Forschungsprojekt ThermaFLEX begleitet wird, mit der Hilfe kompetenter Partner aus der Energieversorgung. Sie wollen das Fernwärmenetz ausbauen und noch bis Ende des Jahres im Zentrum zusammenschließen: Die Nahwärme Tillmitsch treibt den Ausbau von Norden kommend voran, während die Bioenergie Leibnitzerfeld das Netz von Süden kommend erschließt. Das gemeinsame Ziel ist klar: 100 Prozent erneuerbare Fernwärme in Leibnitz. Es sollen rund 10.000 Tonnen CO2 bzw. 10 Prozent des gesamten CO2-Ausschusses der Stadt Leibnitz eingespart werden.

Dass der Ausbau eine große Herausforderung und wegen der dafür nötigen Baustellen und Straßenarbeiten Unannehmlichkeiten für die Bevölkerung darstellt, ist allen Beteiligte bewusst. „Die größte Herausforderung ist es, eine freie Trasse zu finden, wo die Leitungen gelegt werden können. Das bedeutet natürlich, dass es viele Baustellen gibt, für die wir um Verständnis bitten“, so Bgm. Leitenberger.

Der Aufwand soll sich aber lohnen: Immerhin soll es bis Ende 2019 etwa 280 Anschlüsse mit einer Wärmemenge von 33.700 MWh geben, während es 2017 noch 106 Anschlüsse und rund 6.700 MWh waren. Innerhalb von fünf Jahren soll sich der Bedarf an der Fernwärmemenge auf rund 60.000 MWh gesteigert haben. „Die Nachfrage ist wirklich sehr groß“, weiß Markus Haselbacher, Geschäftsführer von der Nahwärme Tillmitsch. „Mit den Wachstumsraten sind wir in Österreich Vorreiter“, freut sich auch der Leibnitzer Stadtchef.

Bgm. Helmut Leitenberger mit Jakob Binder von ThermaFLEX, Jakob Edler von Bioenergie Leibnitzerfeld und Markus Haselbacher von Nahwärme Tillmitsch.

Seit 2016 wurden übrigens rund 10,7 Millionen Euro in das Projekt investiert. Die Kosten für einen Anschluss für ein mittelgroßes Einfamilienhaus betragen rund 8.000 bis 10.000 Euro. Die Betreiber betonen allerdings den großen Vorteil zur herkömmlichen, fossilen Heizung: „Die Kunden bekommen fertige Energie geliefert – eine fix fertige Heizung. Auch die Wartungskosten ersparen sich Fernwärmekunden.“

Wer Interesse an einem Fernwärmeanschluss hat oder sich generell über alternative Energieformen informieren will, kann dies im Rahmen einer Energieberatung bei der Stadt Leibnitz machen.

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