Die Freiheitlichen LPO LAbg. Mario Kunasek, LAbg. Marco Triller und BPO GK Gerhard Hirschmann setzen sich mit ihrer aktuellen Petition an den Landtag Steiermark für eine wohnortnahe, flächendeckende Gesundheitsversorgung für alle Steirerinnen und Steirer ein! Mit möglichst viele Unterschriften, die auch in Leibnitz gesammelt werden, sollen auf Landesregierung, Gesundheitslandesrätin und Landeshauptmann den Druck erhöhen, im Gesundheitssystem etwas zu bewegen.

Im Zuge einer Pressekonferenz in der Alten Post in Leibnitz stellten am Donnerstag, dem 17. November 2022 FPÖ-Klubobmann LPO Mario Kunasek, Gesundheitssprecher LAbg. Marco Triller und BPO GK Gerhard Hirschmann die aktuelle Gesundheitskampagne der FPÖ Steiermark regionalen Medienvertretern vor. Unter dem Motto „Gesundheitssystem retten – Versorgung für alle Steirer sichern“ wollen die Freiheitlichen dank der Petition an den Landtag Steiermark Unterschriften sammeln, um wesentliche Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung in der Steiermark zu erreichen.

Die Vorgeschichte

„Die FPÖ hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der Gesundheitsfrage in der Steiermark die Themenführerschaft zu haben. Obwohl Leibnitz nicht so von einer Ausdünnung des Gesundheitssystems wie andere Regionen betroffen ist, ist sich jeder einig, dass es Maßnahmen gegen das chronisch kranke Gesundheitssystem braucht. Seit 2015 haben wir mit zahlreichen Initiativen auf die Problemstellungen hingewiesen, allerdings mit mäßigen Erfolg! Daher haben wir uns entschieden, eine Petition ins Lebens zu rufen, um den Druck auf die Landesregierung, Landesrätin Bogner-Strauß und den Landeshauptmann aufzubauen und in die Pflicht zu nehmen, eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung in der gesamten Steiermark für alle Steirerinnen und Steirer zu sichern. Unser ambitioniertes Ziel ist es, bis März 2023 10.000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern für bessere Rahmenbedingungen im medizinischen Bereich zu sammeln. Bisher haben wir gesehen, dass die Bevölkerung positiv auf das Thema anspricht“, so der FPÖ Landesparteiobmann.

„Wenn 2021/22 280 Ärzte die KAGES verlassen haben, müssen die Alarmglocken läuten! Das ist eine unglaubliche Zahl und dramatische Situation“, so Kunasek.

Zahlreiche Probleme im Gesundheitswesen

„Es ist alles nichts Neues, was das chronisch kranke Gesundheitssystem betrifft! Die Zahl der Medizin-Studienplätze wurde gesenkt. Wir haben eine gescheiterte Pflegeausbildungsreform und zudem eine Ausdünnung der Infrastruktur des ländlichen Raumes. Hinzu kommt die fehlende Valorisierend der Kassentarife für Ärzte, was dazu führt, dass es immer mehr Wahlärzte gibt. Wenn man als Patient schneller drankommen will, muss man dafür bezahlen“, so LAbg. Marco Triller.

Zwecks Rettung des Gesundheitssystems und einer Versorgung für alle Steirerinnen und Steirer wird im Detail die Aufrechterhaltung und Aufwertung der steirischen Krankenhausstandorte, effektive Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärzte- und Pflegekräftemangels, die Wiederherstellung engmaschiger kassenärztlicher Versorgungsstrukturen in sämtlichen Regionen, die Sicherstellung eines flächendeckenden und durchgehend besetzten Notarztwesens sowie Konzepte zum Ausbau der kinder- und jugendärztlichen Versorgung gefordert. „Die steirische Landesregierung ist aufgefordert, die bestehenden Probleme im steirischen Gesundheitswesen rasch zu beheben. Zahlreiche konstruktive Vorschläge liegen bereits seit Jahren auf dem Tisch. Mit unserer Petition wollen wir den Steirern die Möglichkeit geben, den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen“, so Marco Triller.

Die Situation im Bezirk Leibnitz

Auch BPO GK Gerhard Hirschmann erachtet die ins Treffen geführte Maßnahmen als „sehr wichtig“, obwohl „bei uns die Situation noch nicht so akut ist und es auch so bleibt!“ Hirschmann sieht angesichts von Pensionierungswellen Handlungsbedarf bei der Attraktivierung des Pflegeberufs sowie allgemein im Gesundheitsbereich. Der FP Bezirkschef möchte am Leibnitzer Hauptplatz eifrig Unterschriften für die Petition an den Landtag Steiermark sammeln.

„Es gibt in anderen Bereichen bei uns im Bezirk Leibnitz Probleme wie etwa die Lage in Spielfeld, die A 9, die Naturgas-Anlage oder das Grundwasserproblem rund um Lebring“, erinnerte BPO GK Hirschmann.

Nun hofft man bei der FPÖ mit der Petiton etwas bewegen zu können und will auch weitere Gespräche mit Ärzten und Betroffenen führen. „Das Personal ist im Gesundheitsbereich am Limit. Das System droht zu kollabieren. Nun gilt es, gegenzusteuern“, versichert LPO Kunsaek.

Die Petition ist übrigens auf der Website www.fpoe-stmk.at abzurufen.