Dem Obmann der Interessengemeinschaft „Neue Radkersburger Bahn“, Armin Klein, verdanken wir die Erinnerung an den historischen 3. August 1920. Das heutige „zügige“ 100-Jahre-Jubiläum hat für die Region zwischen Radkersburg, Mureck und Spielfeld besondere Bedeutung.

Rückzug der SHS-Truppen

„Nach dem Friedensvertrag von Paris Saint Germain-en-Laye, der per 10.9. 1919 Gültigkeit fand, hatten sich die Truppen des neu gegründeten Staates der Slowenen, Kroaten und Serben nach 20 Monaten Belagerung endlich am 26. Juli 1920 aus Radkersburg zurückgezogen und am 3. August 1920 konnte der erste österreichische Zug feierlich empfangen werden“, schreibt uns Armin Klein zum Gedenktag.

In dem ersten österreichischen Zug waren, wie Armin Klein zu erzählen weiß, die Beamten und Oberbeamten für Bahn, Post und Gendarmerie mitgekommen, die nun wieder den Dienst in Radkersburg nach der Befreiung antraten. „Mit diesem Zug kam auch Dr. Franz. Kamniker und seine Gemahlin Christine zurück nach Radkersburg. Kamniker ist es wohl zu verdanken, dass die Region Radkersburg-Mureck-Spielfeld deutsch geblieben ist und nicht in den Staat der SHS integriert wurde“, resümiert der Obmann der „Neuen Radkersburger Bahn!“.

Große Feier am Hauptplatz

Vom Radkersburger Bahnhof zogen seinerzeit die Festgäste auf den Radkersburger Hauptplatz, durch fahnengeschmückte Gassen und vorbei an festlich geschmückten und bekränzten Häusern. Am Hauptplatz gab es die Ansprachen und Festreden. Laut seinerzeitigen Zeitungsberichten, so Klein, nahmen an der „Befreiungsfeier“ zehntausend Personen teil.

Fotos: Fotosammlung Richard Prettner, Museum im alten Zeughaus, Fotosammlung F. Bund, Museum im alten Zeughaus sowie und Foto-, Dokumenten-, und Requisitensammlung Armin Klein, alle 8490 Bad Radkersburg.