Beim Wahlsieger ÖVP Steiermark darf sich auch der Leibnitz Spitzenkandidat Gerald Holler (3.v.l.) freuen. Mit dem Landwirtschaftskammerobmann, der elf Jahre Gemeinderat der früheren Gemeinde Stocking war, schickt die ÖVP Leibnitz im Wahlkreis 6c einen Nachfolger für LAbg. Peter Tschernko in den Landtag Steiermark.

Euphorie bei der ÖVP

In der VP-Bezirksparteileitung im Sailer-Hof war die Stimmung natürlich angesichts des Erfolges euphorisch. Die erste Hochrechnung wurde lautstark bejubelt und beklatscht. „Die allgemeine Stimmung war im Regionalwahlkampf im Gespräch mit den Menschen so gut wie nie. Wie seit Jahrzehnten nach dem Jahr 1945 stellt der Bezirk Leibnitz weiter einen Landtagsabgeordneten“, freute sich BPO NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel.

„Man hofft und bemüht sich. In Leibnitz waren wir uns vom Ausgang her unsicher. Es ist für mich eine große Ehre, als Vertreter der Südsteiermark in den Landtag einzuziehen. Dort werden ich meine Anliegen, wie den Ausbau der Infrastruktur von Autobahn und Zug, vertreten. Aber auch die Kindergärten und die Herkunftsbezeichnung bei Lebensmitteln, die ich als Rettung für die lokale Landwirtschaft sehe, sind mir sehr wichtig“, so der designierte LAbg. Holler.

Peter Tschernko, der 24 Jahre den Bezirk Leibnitz in der Landhausstube vertreten hat, gratulierte seinem Nachfolger und übergab ihm gleich symbolisch die Stafette als Leibnitz Landtagsabegordneter.

Enttäuschung bei der SPÖ

„Wir haben im Regionalwahlkreis ein sichere Mandat und voraussichtlich auch ein 2. Mandat erobern können, trotzdem bin ich sehr enttäuscht über die SPÖ-Verluste im Land. Ich bin motiviert und freue mich, weiter für die Menschen unserer Region im Landtag arbeiten zu dürfen. Jetzt hoffe ich auf eine Regierungsbeteiligung der SPÖ“, resümierte LAbg. Bernadette Kerschler im Servicebüro Leibnitz der SPÖ Südweststeiermark, die ÖVP und den Grünen gratulierte.

„Die sehr niedrige Wahlbeteiligung erschreckt mich. Trotz der vielen Wahlen sollte man vom Wahlrecht gebrauch machen“, meinte die Leibnitzer Landtagsabgeordnete.

Wermuthstropfen für die FPÖ

„Mit 22,9 % Stimmenanteil für die FPÖ war der Bezirk Leibnitz der stärkste FPÖ Bezirk der Steiermark. Damit haben wir ein Grundmandat im Regionalwahlkreis gesichert und ich werde als neuer Landtagsabgeordneter ins Landhaus einziehen. Unser Spitzenkandidat Mario Kunasek hat einen sensationellen Wahlkampf bestritten. Der Gegenwind, der ihm entgegenblies, war eine Herausforderung. Aber für die FPÖ sehe ich mit insgesamt 17,2 Prozent der Stimmen auf Landesebene und das Verfehlen des Wahlzieles von 20 Prozent kein Mandat für eine Regierungsbeteiligung. Es werden wohl ÖVP und SPÖ die Landesregierung stellen“, bilanzierte BPO Gerhard Hirschmann nach der ersten Hochrechnung im Leibnitz Bezirksbüro in der Schmiedgasse.