Am letzten September-Tag 2022 hat die Landesregierung die im Zuge des steirischen Anti-Teuerungspakets angekündigte Erhöhung der Wohnbauförderung auch beschlossen. Durch die Anhebung der Baukostenobergrenze sowie die Erhöhung der förderbaren Kosten soll, so LR Hans Seitinger (ÖVP) und Klubobmann Hannes Schwarz (SPÖ), das Wohnen leistbar bleiben. 

Baukostenobergrenze wird angehoben

Damit die Errichtungskosten und damit in weiterer Folge auch Mieten im gemeinnützigen Wohnbau möglichst gering sind, sieht die steirische Wohnbauförderung eine Baukostenobergrenze vor. Diese beträgt pro Quadratmeter bis dato 2.100 Euro bzw. 2.350 Euro (u.a. bei energetisch innovativen Projekten, Holzkonstruktionen, kleingliedrigen Bauten, Projekten mit Gemeinschaftsräumen, Objekten in Ortskernen sowie betreutem bzw. betreubarem Wohnen). In den letzten Monaten sind die Baukosten jedoch massiv gestiegen, sodass das Einhalten der Obergrenzen in vielen Fällen nicht mehr möglich war.

„Die steigenden Baukosten drohten den gemeinnützigen Wohnbau zum Erliegen zu bringen“, wie Wohnbaulandesrat Hans Seitinger betont. Daher hat das Land Steiermark die Baukostenobergrenzen auf 2.600 Euro bzw. 2.850 Euro angehoben. Leistbarkeit, hohe ökologische Standards und die Belebung der regionalen Wirtschaft werden als die entscheidenden Ziele der Wohnbauförderung gesehen.

Förderbare Kosten ebenso erhöht

Damit in der Steiermark trotz der gestiegenen Kosten auch weiterhin qualitätsvoller und leistbarer Wohnraum errichtet werden kann, erhöht das Land Steiermark neben den Baukostenobergrenzen auch die förderbaren Kosten im Geschossbauprogramm 2022/23 von 1.800 EUR/m² auf 2.100 EUR/m². „Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass Wohnen leistbar bleibt“, so ÖVP-Wohnbaulandesrat Hans Seitinger und SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz.

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„In den letzten Jahren sind viele vom Sparbuch ins Grundbuch geflüchtet. Dadurch sind die Kosten für Immobilien enorm angestiegen. Zeitgleich sind auch die Baukosten explodiert. Um auch in Zukunft leistbares Wohnen im geförderten Geschossbau zu garantieren, haben wir die Förderung erhöht. In einer 60-Quadratmeter-Wohnung des aktuellen Geschossbauprogramms ersparen sich die Mieter über 250 Euro pro Jahr an Mehrkosten”, erläutert Wohnbaulandesrat Hans Seitinger.

„Die hohe Inflation macht Wohnen teuer! Immer mehr Menschen haben Schwierigkeiten damit, sich das eigene Dach über dem Kopf leisten zu können. Das Land Steiermark hilft, wo es kann – zum Beispiel mit der Wohnunterstützung und dem Heizkostenzuschuss, aber eben auch mit der Förderung von gemeinnützigem Wohnbau, die wir nun erhöhen konnten. Wir lassen die Steirerinnen und Steirer nicht im Stich!“, ergänzt SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz.