Beim einstigen Bürgerspital in der Altenmarkterstraße befürchten besorgte Nachbarn, dass die Arkaden in Zukunft laut Bebauungsplanentwurf einmal der Einfahrt einer Tiefgarage weichen könnten. Seither sind Gewitterwolken aufgezogen.

Wenn die einen ungestört wie bisher wohnen aber andere ihre Grundstücke optimal wirtschaftlich nutzen wollen, sind Interessenskonflikte unausweichlich.

Auf der einen Seite steht neben der Stadt Leibnitz die Projektsgruppe „Smart City, Cool Leibnitz“. Durch den Entwurf des Bebauungsplanes sehen sich einige Liegenschaftseigentümer einem maximalen Druck ausgesetzt. Daher haben sie nach Einsicht in die bisherigen Pläne und Unterlagen sowie Erkenntnisse aus einer Anhörung einen Forderungskatalog an Bürgermeister und Gemeinderäte gerichtet, um, ihrer Meinung nach „aufklärungsbedürftige Vorgänge“ in Zusammenhang mit dem Projekt „Cool Leibnitz“ zu untersuchen.

Als Sofortmaßnahmen werden die Zurückziehung des Bebauungsplanentwurfs, ein Einfrieren der Beziehung der Stadt zur Projektgruppe und die Einsetzung eines externen Prüferteams verlangt. Bei der Fortführung des Verfahrens werden personelle Konsequenzen gefordert.

Eine „umfassend qualitativ hochstehende Forschung vor Planungsbeginn bei unerlässlicher Feststellung des Baubedarfs durch präzise Leerstandserhebungen und Überprüfung des derzeitigen Bestandes im Hinblick auf Resilienz betreffend Klimaveränderung“, richtet sich an den neuen Raumplaner. Nach Fertigstellung des neuen Bebauungsplanentwurfs soll es eine Infoveranstaltung mit Fragemöglichkeit und eine achtwöchige Auflage und Einwendungsfrist geben.

„Cool Leibnitz“

Das Projekt „Cool Leibnitz Demo“ will die Möglichkeit aufzeigen, einen Stadtkern mit hoher Qualität nachzuverdichten und den Stadtkern Leibnitz Süd zum lebenswerten, klimaverträglichen Stadtteil mit gemischter Nutzung entwickeln.