Lautes, unregelmäßiges Schnarchen und mehr oder weniger lange Atemaussetzer im Schlaf sind die charakteristischen Merkmale des Schlafapnoe-Syndroms, einer schlafbezogenen Atmungsstörung.

Es handelt sich dabei um eine weit verbreitete Erkrankung, die zumeist mehrere Ursachen gleichzeitig hat. Sie sollte auch nicht unterschätzt werden, denn die unkontrollierten Atemaussetzer führen zu einer verringerten Sauerstoffversorgung des Gehirns und stellen eine Belastung des Herz-Kreislaufsystems dar. 

Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine Erkrankung, die mitunter sehr große Risiken und in jedem Fall eine Einschränkung der Lebensqualität mit sich bringen kann. Umso früher sie erkannt wird, umso einfacher ist es, Erleichterung zu schaffen und eine Behandlung zu ergreifen. Statistiken gehen davon aus, dass bis zu 15 % der Menschen in unterschiedlicher Intensität davon betroffen sind.

Übergewicht, Alkoholkonsum, aber auch zu wenig Bewegung und Rauchen können Ursachen dieser Erkrankung sein. Aber auch angeborene Fehlstellungen oder eine Erschlaffung der Muskulatur im Rachen, die mit dem Alter zunimmt.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es nachts zu einer Verengung der Atemwege, wodurch der Körper mit zu wenig Sauerstoff versorgt wird. Auf die Atemaussetzer, die bis zu einer Minute dauern können, folgt häufig ein Schnappen nach Luft.

Die Schlafapnoe bleibt oft unentdeckt, weil die Symptome vielfach falsch gedeutet werden. Die Betroffenen leiden vor allem unter Tagesmüdigkeit. Sie fühlen sich nicht richtig ausgeschlafen und können sich daher auch nicht richtig konzentrieren und nicht ihre volle Leistung bringen. Nachts tritt vor allem das Schnarchen auf und auch die Atemaussetzer, was die Betroffenen selbst aber in der Schlafphase nur selten wirklich mitbekommen. Auch regelmäßige Kopfschmerzen am Morgen können ein klares Zeichen dafür sein, dass Schlafapnoe vorherrscht. Ob die Erkrankung tatsächlich vorhanden ist, kann ein Lungenfacharzt bzw. das Schlaflabor gut beurteilen. 

Bei der Diagnose des Schlafapnoe-syndroms ist es besonders wichtig, die Intensität und Ursache festzustellen. Denn nach diesen richtet sich auch die jeweilige Behandlungsmethode, die vorgenommen wird. Wird Schlafapnoe festgestellt, sollte sie in jedem Fall ernst genommen werden. Denn im schlimmsten Fall kann sie sogar lebensgefährlich werden. Vielfach leiden Betroffene aber auch jahrelang unter Depressionen oder Bluthochdruck. Auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle, sowie für Herzrhythmusstörungen, möglicherweise auch Demenz, erhöht sich. Insbesondere Menschen, die Nikotin oder Alkohol regelmäßig konsumieren, übergewichtig sind oder an Diabetes erkrankt sind, gelten als besonders gefährdet.

Zudem können vergrößerte Mandeln oder ein zu kurzer Unterkiefer dafür sorgen, dass die nächtlichen Atemaussetzer stattfinden. Dank geeigneter Therapiemethoden lassen sich die gefährlichen Folgen der Erkrankung aber vergleichsweise gut in den Griff bekommen.

Dr. Horst GRUBELNIK, Sportmediziner, gibt laufend Tipps, wie Sie Ihre Gesundheit erhalten, aber auch verbessern können.