Gerade in einer Zeit der Entsolidarisierung ist es für LAbg. Gerhard Hirschmann und die FPÖ wichtig, dass Mitbürger für die Belange in den Kommunen auch Verantwortung übernehmen und tragen.

Sie sind seit einem Jahr Bezirksobmann in Leibnitz und seit 17. Dezember Abgeordneter. Wie fallen Rückschau und erster Eindruck vom Landtag Steiermark aus?

Gerhard Hirschmann: Ich habe einen intakten Bezirk übernommen, engagierte Funktionäre. Durch die Geschehnisse rund um die Bundespolitik bzw. der Bundespartei herrscht eine vorwiegend positive Stimmung. Steigende Mitgliederzahlen dokumentieren dies. Im Übrigen halte ich es mit einem Zitat: ,,Hör auf, ein Gefangener deiner Vergangenheit zu sein. Werde der Architekt deiner Zukunft!‘‘ Bundesparteiobmann Norbert Hofer und Klubobmann Herbert Kickl führen mit kantiger Oppositionspolitik die FPÖ wieder auf die Erfolgsstraße zurück. Fazit: Wenn es um österreichische Interessen der heimischen Bevölkerung geht, führt kein Weg an ihnen und der FPÖ mit ihren klaren Positionen vorbei! Die Arbeit im Landtag ist sicherlich eine Herausforderung, macht mir persönlich aber sehr viel Freude. Besonders beeindruckt mich die professionelle Arbeit des Freiheitlichen Landtagsklubs unter Leitung von Klubobmann Mario Kunasek.

Welche Bereiche verantworten Sie?

Hirschmann: Ich bin für die Bereiche Jugend, Suchtmittel, Umwelt und Menschenrechte zuständig.

Wie stehen Sie zur Umweltdebatte?

Hirschmann: Umweltschutz begleitet uns unser ganzes Leben lang. Jeder lebt diesen auf seine eigene, persönliche weise. Was ich aber kritisiere, ist die beinahe zum Kult erhobene Klimahysterie. Zwischen berechtigten Forderungen, Maßnahmen und bewussten Selbstreflexionen im privaten Bereich und den abstrusen Weltrettungsaktionen fehlt mir eine pragmatische Sicht auf die Dinge mit Hausverstand. Es geht hier nicht nur um Arbeitsplätze, den Wirtschaftsstandort Österreich oder Steiermark, es geht auch um den hart erkämpften Wohlstand unserer südsteirischen Bevölkerung. Man denke nur an die vielen arbeitenden Menschen, die täglich zu ihren Arbeitsstätten Richtung Graz auspendeln. Schade finde ich, dass man bei der Umweltdiskussion die Eigenverantwortlichkeit des Konsumenten und eine Weiterentwicklung des Tierschutzes ausblendet. Als Parlamentarischer Mitarbeiter von Josef A. Riemer habe ich mich in diese Materie hineingelebt und war maßgeblich bei Anträgen für eine Verbesserung für unsere Mitgeschöpfe mitverantwortlich. Dies gilt auch für Menschenrechte, wo ich mich auf Landesebene für die Verbesserung der Lage der Deutschen Minderheit in Slowenien bemühe.

Wie sieht es mit Kandidaturen für die Gemeinderatswahlen im Bezirk aus?

Hirschmann: Die FPÖ kandidiert in 26 von 29 Gemeinden. Wir stellen 322 Kandidaten im Bezirk Leibnitz. Dies bedeutet ein Plus von 32 Kandidaten im Vergleich zu 2015. Ortsparlamente bedürfen der Freiheitlichen Kontrolle als Gemeinderäte bzw., wie in der Vergangenheit, als wichtige Impulsgeber als Vorstandsmitglieder. Gerade in einer Zeit der Entsolidarisierung ist es wichtig, dass Mitbürger für die Belange in den Kommunen Verantwortung tragen. Die FPÖ-Kandidaten sind Garanten dafür. Ich bin bestürzt, dass in einigen Gemeinden offensichtlich noch immer Druck von politischen Mitbewerbern auf freiheitliche Kandidaten ausgeübt wird, sodass manche ihre Kandidatur aus Sorge beziehungsweise aufgrund möglicher Benachteiligungen zurückgezogen haben.