Mit Entschließung vom 7. Mai 2020 hat Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen Renate Polzer das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Kurz vor dem Lockdown erfolgte die Übergabe von Urkunde und Auszeichnung durch Sektionschef Jürgen Meindl.

Die hohe Bundesauszeichnung hat der Künstlerin, Kuratorin und Kulturmanagerin Sektionschef Jürgen Meindl im Rittersaals des Palais Niederösterreich in der Herrengasse in Wien überreicht. “Es war ein sehr feierliches, aber doch persönlich gestaltetes Fest. Besonders schön war für mich, dass meine Familie anwesend war, die mich immer in meinen künstlerischen Aktivitäten unterstützt hat. Praktisch in letzter Sekunde vor dem Lockdown und Gott sei Dank vor dem schrecklichen Attentat in Wien“, betont Mag. Renate Polzer (im Bild mit ihren Kindern Christiane und Peter).

Leibnitzer Jahre

Die Gebürtige Bruckerin lebte und wirkte mit großem Engagement in den Jahren von 1989 bis 2004 in der Stadt Leibnitz. Im Rahmen ihrer acht ehrenamtlichen Jahre für den Verein „Kultur in Leibnitz“ führte sie die Galerie Transparent im Kindermann Zentrum. 

In der Südsteiermark organisierte und kuratierte Polzer zahlreiche Ausstellungen für Künstlergruppen. So etwa künstlerische Interventionen zur Landesausstellung „Die Römer“. Das einige Monate laufende Projekt „Via Lapis“ wurde mit Unterstützung von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic von Bgm. Hans Kindermann gefördert und wird den Leibnitzern als Skulpturenprojekt am Leibnitz Hauptplatz in Erinnerung sein.

Reiches künstlerisches Schaffen

Im Jahr 1996 hat die ausgezeichnete Künstlerin im Auftrag der Stadt Leibnitz die Glastüren der Aufbahrungshalle Leibnitz künstlerisch gestaltet. Von 1997 bis 2004 arbeitete sie beim Bildhauersymposion in der Panoramagalerie Sulmtal-Königsberg. Damals entstandene Arbeiten von Renate Polzer sind auf dem Skulpturenweg Römerstraße in der Einöd (Gemeinde Kitzeck) aufgestellt. Im Jahr 1998 schloss Renate Polzer ihr Kunstgeschichte-Studium an der Karl Franzens Universität Graz mit dem Titel Magistra ab und veröffentlichte ihre Diplomarbeit „Horst Reichle, Maler und Grafiker“ in Buchform.

Seit nunmehr bereits 16 Jahren lebt und arbeitet Renate Polzer in Wien. Sie ist außerdem Vizepräsidentin der Sezession Graz und Leiterin der Sektion Bildhauer der Berufsvereinigung bildender Künstler in in Wien-Schönbrunn, wo Polzer auch für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zuständig ist. www.erpe.at