Im Gegensatz zu vielen Abwanderungsregionen ist Leibnitz eine wachsende Stadt. „Grundsätzlich ist dies sehr positiv für unsere Stadt!“, sagt Bürgermeister Helmut Leitenberger.

Das bedeutet gleichzeitig jedoch auch, das doch rasante Bauaufkommen und die dadurch notwendige Infrastruktur gut zu steuern und auch vorausschauend zu planen. 

Smart Leibnitz 

Folgen des Klimawandels durch sommerliche Überhitzung und Zunahme von Tropennächte sind bereits deutlich spürbar und bedürfen gemeinsamer Anstrengungen, um die Lebensqualität langfristig sicherzustellen. Auch die Digitalisierung und das geänderte Konsumverhalten der Menschen wirken sich auf die zukünftigen Entwicklungspotenziale und die (Innen)Stadt als Wirtschaftsstandort aus. Dies stellt angesichts der Dynamik und in Zeiten sinkender Gemeindebudgets eine durchaus große Herausforderung für eine Bezirksstadt wie Leibnitz dar. Heißt es doch dem hohen Baudruck, zunehmendem Individualverkehr, erhöhtem Energieverbrauch, dem Verlust von Grünflächen sowie das soziale Zusammenleben in einer dichter werdenden Stadt in Einklang zu bringen.

Leibnitz hat sich daher das Ziel gesetzt, über das „Smart Cities Förderprogramm“ des Klima- und Energiefonds, ihre Stadtentwicklung auf eine zeitgemäße, kooperativere Basis zu stellen und städtebauliche Ziele festzuschreiben. Durch das frühe Zusammenwirken von Investoren, Planern, Politik, Wirtschaft, Forschung, Fachexperten und Zivilgesellschaft soll die Stadt gemeinsam in eine lebenswerte Zukunft geführt werden. 

Demgemäß haben weiterhin Maßnahmen zu einer Grünen Stadt, entsprechender Qualitätskriterien in der Nachverdichtung, sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien und der Förderung der sanften Mobilität (Öffentlicher Verkehr, Rad- und Fußverkehr), oberste Priorität.

Jugendzentrum WAVE 

Nicht nur ältere, besonders gefährdete oder mehrfach belastete Menschen leiden unter der Situation, die uns seit über einem Jahr begleitet. Auch junge Menschen haben das Bedürfnis, sich unbeschwert mit anderen zu treffen und nicht die Last der ganzen Gesellschaft auf ihren Schultern zu spüren, wenn sie als treibende Kraft dieser prekären Situation gelten. Offene Jugendarbeit hat den Auftrag, jungen Menschen genau diese geschützten Orte des Ausprobierens, des Wachsens und des Erprobens zu eröffnen. Jugendliche mit ihren Ängsten und Sorgen, Wünschen und Träumen zu hören und ihnen Platz zu bieten, ist neben der zeitlos wichtigen Lobbyarbeit einer der Grundpfeiler der Jugendarbeit. Nicht eine Altersgruppe, nicht ein Geschlecht, nicht eine Bevölkerungsschicht oder eine Berufsgruppe hat die Schuld an der Situation, in der wir uns gerade befinden. Nur als Gemeinschaft können wir dafür Sorge tragen, diese so gut wie möglich zu meistern und uns gegenseitig zu stärken, um in dieser unbekannten Zeit Neues erfahren und so gut wie möglich leben zu können.

Tempelmuseum Frauenberg

Das Tempelmuseum Frauenberg geht mit einer Veränderung der Museumsleitung in die neue Saison. Dr. Ursula Pintz übernimmt zusätzlich zur Funktion als Stadthistorikerin die Leitung des Tempelmuseums. Gabriele Kleindienst wird sich um Vermittlungsprogramme kümmern und zusammen mit Veronika Schwar und Rebecca Vidonye für einen reibungslosen Museumsbetrieb am Frauenberg sorgen. Die wissenschaftliche Betreuung obliegt Dr. Bernhard Schrettle von der Archäologisch Sozialen Initiative Steiermark (ASIST). Ab 9. Juli stehen römische Lebensmittel im Fokus der Sonderausstellung „Götterspeisen. Römische Lebensmittel für Leib und Seele“.