Zur Sensibilierung und Aufklärung wird am Donnerstag, dem 10. Juni 2021 am „Internationale Tag für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen“ das Bewusstsein für die besonderen Gefahren an Eisenbahnkreuzungen gestärkt.

Obwohl die Sicherheit im Netz der ÖBB steigt und die Unfallzahlen sinken, gab es trotzdem auch im Vorjahr insgesamt 66 Zusammenstösse bzw. Unfälle an Eisenbahnkreuzungen. Einige davon leider auch mit tödlichem Ausgang. Der Rückgang gegenüber dem Jahr 2019, wo es noch 80 Unfälle gegeben hat, beträgt rund 20 Prozent, gegenüber 2010 (109 Unfälle) 40 Prozent. In der Steiermark gab es letztes Jahr acht Zusammenpralle, einer davon endete tödlich.

Gewohnheit macht blind

Die häufigsten Unfallursachen sind Unachtsamkeit und Ablenkung der Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen. Aber auch die Gewohnheit macht blind: Gerade ortsansässige Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen queren, sind besonders gefährdet. Ignorieren Autofahrer Stopptafeln oder Lichtzeichenanlagen mit oder ohne Schranken an Eisenbahnkreuzungen, endet das oft böse. Züge können weder ausweichen, noch zeitgerecht vor einem plötzlich auftretenden Hindernis stehen bleiben!

Maßnahmenbündel für mehr Sicherheit

Um mehr Sicherheit für Straßenverkehrsteilnehmerinnen und Straßenverkehrsteilnehmer zu gewährleisten, hat man seitens den ÖBB folgende Maßnahmen gesetzt:

  • die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen: Gab es im Jahr 2000 hierzulande noch knapp über 6.000 Eisenbahnkreuzungen, so wurde die Anzahl mit derzeit 3.087 im ÖBB-Netz nahezu halbiert!
  • die technische Sicherung von Eisenbahnkreuzungen (d.h. eine Sicherung durch Lichtzeichenanlage mit oder ohne Schranken)
  • die Sensibilisierung vor den möglichen Gefahren
  • Rotlichtüberwachung – Überwachung der Beachtung des Rotlichtes von Lichtzeichenlanlagen durch Straßenverkehrsteilnehmer:innen an Eisenbahnkreuzungen.

Was tun, wenn man vom Schranken eingesperrt wird?

Sollten jemand mit dem Auto vom Schranken eingesperrt werden, hilft nur noch Gas geben! Die Schrankenbäume sind so konstruiert, dass sie beim Durchfahren nachgeben. Manchmal kann das Auto den Schranken auch einfach hochdrücken. Nach dem Durchfahren des Schrankens muss der Schaden jedoch der Polizei und der Kfz-Versicherung gemeldet werden.

Maßnahmen speziell für Jugendliche

Bei der Sicherheitskampagne „Pass auf dich auf“ geht es um Aufklärung vor möglichen Gefahren im Bahnverkehr, eines der Themen ist die Sensibilisierung für das richtige Verhalten vor Eisenbahnkreuzungen. Alle Infos dazu unter www.passaufdichauf.at