LEIBNITZ. Den zweiten Festivalabend im Rahmen der bereits siebenten Ausgabe des Internationalen Jazz Festivals Leibnitz eröffnete mit dem Altsaxophonisten Miguel Zenon ein langjähriger Wunschkandidat von Festivalorganisator Othmar Klammer für „Jazz & Wein“.

„Sonero“ im Hugo-Wolf-Saal

Der nun in New York lebende Puertoricaner wurde im Verein mit Pianist Luis Perdomo, dem österreichischen Bassisten Hans Glawischnig und dem Schlagzeuger Henry Cole seiner Favoritenrolle gerecht und bot dem Publikum im Kulturzentrum Leibnitz Jazz vom Feinsten. Zu hören waren an diesem stimmungsvollen Abend vor allem Titeln der aktuellen Produktion mit dem klingenden Titel „Sonero“. Damit möchte Miguel Zenon an die legendäre Musik des karibischen Sängers Ismael Rivera erinnern und Tribut zollen.

Erfrischende Überraschung des Abends

Mit geradezu südländischem Temprament und vielfältigem sowie an Nuancen reichen Jazz überraschte danach allerdings die Espoo Big Band aus Finnland. Die Finnen lieferten eine wirklich tolle Bühnenshow ab, die nicht nur musikalisch reich an Höhepunkten war. Die Big Band aus dem hohen Norden unter der Leitung von Bandleader und Gitarristen Marzi Nyman war jedenfalls der absolute Höhepunkt der zweiten Runde des Internationalen Festivals. Die Espoo Big Band wurde ihrem Ruf gerecht, eine der kreativsten und bedeutendsten großorchestralen Klangkörper im finnischen und sogar europäischen Jazz zu sein.

Eine kleine Nachtmusik
Zur Geisterstunde kam dann auch noch das Alte Kino von Leibnitz beim ungewöhnlichen Konzert des Duos Kevin Hays (Piano/Gesang) und Lionel Loueke (Gitarre/Gesang) als Jazzlocation des Festivals zu Ehren.