Rund die Hälfte der 52.000 steirischen ÖKB-Mitglieder gehört nicht der Risikogruppe an – sie ist jünger als 60 Jahre. Hingegen besorgt zeigt sich Präsident Peter Dicker um die ältere Generation: „Was es jetzt braucht, ist Solidarität und Zusammenhalt.“  

Das öffentliche Leben steht seit einer Woche, bis auf wenige Ausnahmen, still. Das Verbandsleben des steirischen Kameradschaftsbundes (ÖKB), der alle Aktivitäten in den letzten Tagen drastisch heruntergefahren ist – keine Versammlungen, keine Feste, keine Bewerbe oder sonstige Tätigkeiten – ebenfalls. 

Präsident Peter Dicker sieht „seinen“ ÖKB durch das Coronavirus „zweigeteilt“: Etwa die Hälfte der 52.000 Kameradinnen und Kameraden ist 60+, womit sie ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat. „Was es jetzt braucht, ist Solidarität und Zusammenhalt“, appelliert Präsident Dicker, soziales Engagement, ohnehin eine Tugend des Kameradschaftsbundes, in Krisenzeiten verstärkt zu leben.

Obwohl wir aktuell dazu angehalten sind, soziale Kontakte zu meiden, heißt das nicht, dass man sich gegenseitig nicht helfen kann, so der ÖKB-Chef weiter. Er bittet alle jüngeren Mitglieder, jene Mitmenschen regelmäßig zu kontaktieren, die zu Hause bleiben müssen oder in Quarantäne sind, da sie sich sicher durch die Anrufe betreut fühlen. Mit der Übernahme von Einkäufen und Botengängen oder mit der Ausführung von Haustieren kann man diesen potenziell gefährdeten Menschen große Hilfe leisten.

Hier könne sich die jüngere ÖKB-Generation einbringen, um die ältere Generation zu unterstützen und soziales Engagement unter Beweis zu stellen. Diese Angebote auch anzunehmen, mahnt Dicker. „Falscher Stolz darf nicht die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer gefährden. Ihre Generation hat viel für unsere Gesellschaft geleistet, weshalb Sie in dieser schweren Zeit die Hilfe der Jüngeren mit gutem Gewissen in Anspruch nehmen dürfen!“