„Eine kleine Veränderung im Einkaufsverhalten hat große Wirkungen auf die Arbeitsplätze, stärkt die Regionen und schont das Klima“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher.

Für großes Staunen sorgte das Pressegespräch namhafter Vertreter der Leibnitzer und Deutschlandsberger Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft im Lagerhaus Gleinstätten aus Anlass der „Woche der Landwirtschaft“. Wenn jeder steirische Haushalt im Monat im Wert von 3,50 Euro mehr heimische statt internationale Lebensmittel kauft, schafft das, WIFO-Berechnungen zufolge, in der Steiermark 500 neue Arbeitsplätze.

Im Bezirk Deutschlandsberg sichert die Wertschöpfungskette „Agrargüter und Lebensmittel“ 3.505 Arbeitsplätze, das sind 13,7 Prozent aller 25.600 Beschäftigten im Bezirk. Im Bezirk Leibnitz sichert die Wertschöpfungskette „Agrargüter und Lebensmittel“ 4.795 Arbeitsplätze, das sind 16,9 Prozent aller 28.365 Beschäftigten im Bezirk.

„Eine kleine Veränderung im Einkaufsverhalten hat große Wirkungen auf die Arbeitsplätze, stärkt die Regionen und schont das Klima. Setzt also ein Zeichen und kauft heimisch!“, appelliert Christian Polz, Kammerobmann der Bezirkskammer Deutschlandsberg an Konsumenten.

Mehr Kostenwahrheit

„Im Produktpreis weit gereister Lebensmittel sind Umwelt- und Klimakosten nicht einberechnet. Hier ist für Kostenwahrheit zu sorgen. Ferner müssen für Übersee-Importe dieselben Produktionsregeln gelten wie in Europa. Heimische und EU-Bauern brauchen in der gemeinsamen EU- Agrarpolitik und mit dem Green Deal praxistaugliche und vergleichbare Regeln“, fordert Christoph Zirngast, Kammerobmann der Bezirkskammer Leibnitz.

Herkunfstbezeichnungen umsetzen

„Damit die Bevölkerung weiß, woher Lebensmittel kommen, ist noch eine große Lücke in der Lebensmittelkennzeichnung zu schließen. Die Kennzeichnungspflicht ist endlich umzusetzen!“, verlangt die Deutschlandsberger Bezirksbäuerin Angelika Wechtitsch.

„Mit der Woche der Landwirtschaft und Aktionstagen am 7. Oktober vorm Spar, Reichsstraße 91, in Straß oder am 8. Oktober vorm Spar Eybel, in Aibl 72 weisen Seminarbäuerinnen die Konsumenten auf Herkunfts- und Qualitätszeichen hin, die die heimische Herkunft der Lebensmittel garantieren“, betont Grete Kirchleitner, Bezirksbäuerin aus Leibnitz.

„Mit Bauernecken in den Standorten unseres Lagerhauses Gleinstätten-Ehrenhausen-Wies runden wir als starker Partner der Landwirtschaft das Angebot in Bezug auf Nachhaltigkeit bzw. regionaler Wertschöpfung ab“, so Lagerhaus-Dir. Rudolf Schwarzl. 

stmk.lko.at

Im Bild (v.l.n.r.): KO Christoph Zirngast, DI Josef Fötsch, Bezirksbäuerin Grete Kirchleitner, Michael Temmel, Rudolf Schwarzl, KO Christian Polz, Bezirksbäuerin Angelika Wechtitsch, Johann Schweinzger und Ing. Stephanie Riedler setzen sich für regionale Lebensmittel ein.