STIEFINGTAL. Eine Gruppe von Landwirten aus dem Stiefingtal fühlt sich für die gegenwärtige Situation der Böden, aber auch für die nächste Generation im Besonderen verantwortlich. Sieben Bauern ergriffen die Initiative und entschlossen sich, im Rahmen des eines aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert Projekts im Rahmen des Programmes „Klimawandel-Anpassungs-Modellregionen“ zum gemeinsamen Ankauf einer Scheibenegge. Damit werden technische Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität gesetzt.
Die Scheibenegge kann ganzjährig eingesetzt werden. Im Frühjahr für begrünte und aber auch um abfrostende Kulturen einzuarbeiten. Dabei bleiben Strohteile an der Oberfläche, die den Boden vor Erosion schützen.
Im Sommer ist daran gedacht, den Stoppelsturz nach dem Erntedrusch durchzuführen. Das dient dazu, Verdunstung zu verhindern, aber auch, schon aufgelaufenes Unkraut mechanisch zu verdrängen. Im Herbst/Winter können damit Ernterückstände eingearbeitet werden, was die Vorverrottung fördert und wichtig für den Humusaufbau ist.
„Ich bin sehr froh, über den Zusammenschluss dieser Gruppe um auch in der Anwendung den Erfahrungsaustausch zu pflegen. Weitere Projekte werden diskutiert“,. so der Landwirt Helmut Rumpf. Das Bearbeitungsbild gibt eine gute Vermischung der organischen Substanz mit dem Oberboden wieder. Die meist gute Einebnung der Fläche und seichte Bodenbearbeitung lässt das Bodenleben mehr Ruhe. Die Maßnahme wird trotz der guten Einsatzmöglichkeiten eine Ergänzung zur Arbeit mit dem Pflug bleiben.