Bundesminister Norbert Totschnig und LR Johann Seitinger zeigten am 154. Landesbauernrat des Steirischen Bauernbundes die Herausforderungen für die Landwirtschaft auf. 

Ganz im Zeichen des Krieges in der Ukraine und dessen direkte Auswirkungen auf Österreich und die heimische Landwirtschaft stand dieser Tage das höchste Gremium des Steirischen Bauernbundes. Landesobmann LR Johann Seitinger konnte dazu als Ehrengäste neben LW-Minister Norbert Totschnig auch Landtagspräsidentin Manuela Khom, EU-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer, LK-Präsident Franz Titschenbacher, Vizepräsidentin Maria Pein, Landesbäuerin Viktoria Brandner, NRAbg. Andreas Kühberger sowie Landtagsabgeordnete begrüßen. 

„Probleme, durch Zusammenhalt lösbar“

Energieknappheit, steigende Preise und die Teuerung seien, so LR Seitinger, die Folgen des Angriffskriegs in der Ukraine. Die Betriebsmittelpreise steigen ebenso, was viele Landwirte vor Probleme stelle. Doch dies seien alles Probleme, die durch Zusammenhalt lösbar seien.
„Der Bauernbund und die Bundesregierung haben in den letzten Monaten vieles für die Bäuerinnen und Bauern im Steirerland auf den Weg gebracht. Sei es der 500 Euro Klimabonus und die Kompensierung der CO2 – Bepreisung für die Landwirtschaft, die Anhebung der bäuerlichen Mindestpensionen, der Einsatz der Bauernbundfunktionäre für die Verbesserung der Richtlinie bei der Nutzung von Biomasse oder ein 110 Millionen Euro Antiteuerungspaket für die Landwirtschaft. Ebenso sind uns die Investitionen in die Bildung und somit in die Jugend ein großes Anliegen. So können wir mit Geschlossenheit trotz aller Herausforderungen mit Zuversicht in die Zukunft blicken!“, so LR Seitinger. 

„Wer Ökostrom abdreht, dreht Atomstrom auf!“, warnt LK-Präsident Franz Titschenbacher. Vizepräsidentin Maria Pein strich hervor, dass eine Pensionserhöhung von 5 % erreicht werden konnte.
„Durch die Nichtentnahme des Wolfes geraten die Almen in Gefahr und es kommt damit zu einer Forcierung der Ganzjahresstallhaltung“, so Alm- und Landesbäuerin Viktoria Brandner. 

„Landwirtschaft ist sehr betroffen!“

„Durch Trockenheit, Überschwemmungen und Naturkatastrophen aller Art ist die Landwirtschaft sehr betroffen und man muss deshalb in Europa Vorreiter zur Bekämpfung der Klimakrise werden“, fordert Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Man müsse, so Totschnig, mit der Pandemie leben lernen und weiter auf Eigenverantwortung der Bevölkerung setzen. „Gemeinsam und mit Zuversicht werden wir alle Probleme meistern und lösen können! Die Bäuerinnen und Bauern stellen die Versorgungssicherheit der Bevölkerung sicher und dafür bin ich euch sehr dankbar!“, schloss Totschnig unter Applaus der Anwesenden.