Seit nunmehr fünf Jahren ist Anton Vukan (SPÖ) nun Bürgermeister der Stadt Mureck. Das will er offenbar auch weiterhin bleiben. Für die Gemeinderatswahl kandidieren will er aber als unabhängiger Kandidat.

Bgm. Vukan bestätigte nun selbst die seit der Landtagswahl kursierenden Gerüchte, wonach er mit einer eigenen Namensliste bei der Gemeinderatswahl am 22. März 2020 ins Rennen gehen wird. 

Prominenter Mitstreiter auf Vukans Liste wird u.a. Vizebürgermeister Klaus Strein (ÖVP) sein. „Für unsere Idee, miteinander bei der Gemeinderatswahl zu kandidieren, haben wir unglaublich viel Zustimmung erhalten. Jetzt setzen wir dieses Vorhaben um“, bestätigt Vukan auf Nachfrage.

Die Entscheidung mit einer Namensliste zu kandidieren, kommt für einige Parteikollegen überraschend, zumal Anton Vukan als langdienender Sozialdemokrat viele Jahre bis in die SPÖ-Zentrale des Landes für die SPÖ tätig war. In den Jahren von 2005 bis zum Jahr 2014 zog er als SPÖ-Landesgeschäftsführer unter dem damaligen Landeshauptmann Franz Voves die Fäden auf Landesebene. Im Bezirk Südoststeiermark ist Anton Vukan aktuell nur einer von zwei SPÖ-Ortschefs.

„Mit den werten der sozialdemokratie werde ich immer verbunden sein“

Bgm. Anton Vukan

In der Stadt Mureck, die gerne wie schon u.a. Murfeld den Bezirk wechseln möchte und Richtung Leibnitz tendiert, hat Vukan im Gemeinderat keine Mehrheit mehr, seit SPÖ-Ex-Vizebgm. Ernst Walisch als unabhängiger Mandatar im Gemeinderat tätig ist.

Der Kritik aus den Reihen der SPÖ entgegnet der Murecker: „Mit den Ideen und Werten der Sozialdemokratie, vor allem der sozialen Gerechtigkeit, werde ich immer verbunden bleiben.“

Arbeit war von parteipolitischem Denken bestimmt

Die Kandidatur sei letztlich auch ein Wunsch aus der Bevölkerung, wie der Murecker Bürgermeister erklärt: „Wir haben gemerkt, dass uns beiden die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Gemeindeentwicklung sehr wichtig ist – diese gemeinsame Kandidatur ist letztlich auch ein Wunsch aus der Bevölkerung.“ Im Murecker Gemeinderat hätten die beiden die bitte Erfahrung gemacht, dass oft nicht die Sache, sondern parteipolitisches Denken das Handeln und Abstimmungsverhalten bestimmt habe. „Nur durch die Wiederholung von Gemeinderatssitzungen unter der Teilnahme von vielen Zuhörerinnen und Zuhörern (bis zu 200) im Kulturzentrum, konnten Mehrheitsbeschlüsse für wichtige Projekte, etwa das Ärztezentrum, erwirkt werden“, führt Vukan weiter aus.

„Klaus Strein und ich haben genug von dieser Art von Gemeindepolitik und wir sind überzeugt, dass wir mit einem überparteilichen MITEINANDER für die Menschen in unserer aufblühenden Gemeinde mehr erreichen können!“, so Vukan.