Mit dem am Montag, dem 14. September 2020 erfolgten Spatenstich für den 2. Ressourcenpark im Bezirk Leibnitz in St. Johann im Saggautal wollen Obmann Bgm. Wolfgang Neubauer, GF Josef Krobath und die Leibnitzer Bürgermeister eine weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte der neuen Abfallwirtschaftsära aufschlagen.

Neue Ära der Abfallwirtschaft

AWV Leibnitz Obmann Wolfgang Neubauer erinnerte beim Spatenstrich an den am 25. November 2015 erfolgten Verbandsbeschluss, die Struktur der Abfallsammelzentren mit vier bis fünf geplanten Ressourcenparks im Bezirk Leibnitz auf neue Beine zu stellen. Mit dem im Jänner des Vorjahres in Betrieb gegangenen Ressourcenpark Leibnitz, wo 80 Fraktionen getrennt gesammelt und eine große Infrastruktur allen Bürgern des Bezirkes Leibnitz an fünf Tagen zur Verfügung stehe, habe man bewiesen, so Obmann Bgm. Neubauer, dass das Konzept funktioniere.

Run auf den Re-Use Shop

Als besonderen Erfolg erwähnte der Obmann den Re-Use Shop des Ressourcenparks Leibnitz, wo über 10.000 entsorgte, aber noch brauchbare Artikel von Bürgern wieder zurückgekauft wurden. Angesichts dieses Zuspruchs, Gebrauchtes wieder zu verwenden statt zu verschwenden, werde der Raum für den Re-Use Shop im neuen Ressourcenpark in St. Johann im Saggautal nun sogar noch größer als jener in Leibnitz ausfallen.

„Superregional“ bei Auftragsvergaben

Obmann Bgm. Neubauer freute sich, dass es in den 29 Gemeinden einstimmige Beschlüsse gäbe, 1,8 Millionen Euro in den zweiten Ressourcenpark in St. Johann im Saggautal zu investieren. „Beim Bau des neuen und im Juni 2021 in Betrieb gehenden Ressourcenparks sind wir superregional, weil mit der Vergabe an heimische Betriebe 88 Prozent der Wertschöpfung im Bezirk Leibnitz bleiben“, betonte der AWV Obmann. Bgm. Neubauer bedankte sich aber auch für die Unterstützung bei Dr. Ingrid Winter vom Referat Abfall- und Ressourcenwirtschaft des Landes Steiermark, DI Daniela List vom Beratungsunternehmen Ecoversum, bei GF Josef Krobath und Team, beim EU Regionalmanagement Leibnitz und Deutschlandsberg sowie bei den Architekten von planconsort.

Lob vom Landesrat

Durch die Zusammenarbeit aller 29 Gemeinden des Bezirkes Leibnitz wurde, so LR Johann Seitinger, eine ganz neue Qualität der Abfallentsorgung für die Bevölkerung geschaffen. „Die einstimmigen Gemeinderatsbeschlüsse für den 2. Ressourcenpark in St. Johann im Saggautal sind ein Zeichen für den wichtigen Zusammenhalt der Gemeinden im Bezirk Leibnitz“ lobt Landesrat Johann Seitinger. Der Prototyp Ressourcenpark Leibnitz sei, so LR Seitinger, derart sehr gut gelungen, dass er im Zuge von Besuchen für weitere Interessenten des Abfallwirtschaftskonzepts zur Anbetungshalle und Kathedrale geworden sei.

Das vernahmen mit Stolz und Zufriedenheit auch Ehrengäste wie LAbg. Bernadette Kerschler, LAbg. Gerald Holler sowie die erschienenen Bürgermeister Franz Platzer (Heiligenkreuz am Waasen), Johann Mayer (Hengsberg), Johann Schmid (St. Johann im Sagguatl.), Johann Hammer (Großklein), Rudolf Stiendl (St. Andrä-Höch), Ernst Haring (Oberhaag) oder Josef Fischer (Kitzeck).

Ressourcenpark Saggautal 

Im künftigen Ressourcenpark Saggautal will man, wie schon im Ressourcenpark Leibnitz, bis zu 80 verschiedene Abfallfraktionen getrennt sammeln. „Ein modernes Erscheinungsbild erleichtert die richtige Zuordnung der angelieferten Wertstoffe für die Kunden“, betont Gerwin Kortschak von der für die Planung verantwortlichen planconsort ztgmb aus Leibnitz. Bei der Planung werde, so DI Kortschak, besonderes Augenmerk auf eine übersichtliche Gliederung des Ressourcenparks gelegt. Herzstück des neuen Parks wird ein Gebäude sein, das die Sammelhalle mit Gitterboxen, den großen Re-Use Shop und eine überdachte Sägezahnrampe beherbergt. Erreichbar sein wird der neue Ressourcenpark über zwei Einfahrten und eine Ausfahrt. „Wichtig ist auch die Trennung des Verkehrs von Kunden und Entsorgungsunternehmen“, erläutert Planer DI Kortschak.

Weitere Ressourcenparks

Nach Inbetriebnahme des regionalen Ressourcenparks Saggautal im Juni 2021 werden die Gemeinden Arnfels, Gleinstätten, Großklein, Leutschach, Oberhaag und St. Johann im Saggautal ihre bisherigen Altstoffsammelzentren einem anderen Verwendungszweck zuführen. Der weitere Ausbauplan sieht dann einen dritten Ressourcenpark im Bereich der Gemeinden Straß in Steiermark, St. Veit in der Südsteiermark und Gabersdorf vor. Ein vierter Ressourcenpark soll dann noch im bereich des Stiefingtals im Bereich der Gemeinden Allerheiligen bei Wildon und Heiligenkreuz am Waasen entstehen.