Bei der Gründungsversammlung des Vereins Energypeace bezeichnete Vizekanzler a.D. Josef Riegler die junge schwedische Friedensaktivistin Greta Thunberg als „Pfingstwunder“. Auf internationaler Ebene werde man sich immer mehr bewusst, dass in der Frage des Klimaschutzes engagierter vorzugehen sei, auch in Österreich.
Vereinsobmann DI Dr. Heinz Kopetz betonte, dass das Vereinsziel die Information an Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft zum Thema Klimawandel sei. Heimischer Klimaschutz habe nicht nur eine entscheidende ökologische Bedeutung. Nämlich auch eine ökonomische Komponente für die heimische Volkswirtschaft. Werde doch jedes Jahr Milliarden für den Import fossiler Energien ausgegeben. In Zusammenhang damit hat der Verein eine Petition an die Bundesregierung zum Gegenstand einer ökologischen Steuerreform verfasst, die unter dem Internetauftritt energypeace.at unterzeichnet werden kann. Ohne konkrete ordnungspolitische Signale an den Markt werde ein Erfolg in der Bekämpfung des Klimawandels nicht möglich sein.
Prof. Gottfried Kirchengast vom Grazer Wegener Center für Klima und globalen Wandel zeigte auf, wie ernst die Situation ist. Seit rund zwei Millionen Jahren ist der Messwert in der Atmosphäre auf über 400 ppm gestiegen, was auch mit dem Anstieg der Temperatur der Weltmeere korrespondiert, wo rund 1/3 des ausgestoßenen Kohlenstoffs gespeichert wird. Während in den letzten 10 Jahren die EU im Durchschnitt 16 % an Treibhausgasen eingespart hat, gab es in Österreich im Gegensatz dazu einen Anstieg um 1 %. Um das Paris-Ziel einzuhalten, müsste Österreich 50 % bis 2030 einsparen und bis 2050 wären es 90 %.
In der Gründungsversammlung des Vereins Energypeace wurden erfahrene steirische Praktiker im Bereich erneuerbarer Energien, wie der steirische Windkraftanlagenbetreiber Hellfried Hainzl, der Erzeuger von Biomassekesseln Erwin Stubenschrott sowie der Gründer der Murecker Bioenergiebetriebe Karl Totter in den Vorstand gewählt.