NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel ist Mitglied des Verkehrs- und Umweltausschusses. In seiner parlamentarischen Tätigkeit gilt es, den Klimaschutz und die wirtschaftlichen Erfordernisse in Gleichklang zu bringen. Im aktuellen Politgeflüster sagt er: „Die Ökostromproduktion um 50% zu steigern, bedeutet, Österreich ab 2030 vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen.“

Die Veränderung unseres Klimas ist eine der größten Herausforderungen unserer Generation. Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen im Jahre 2015 haben sich die Nationen verpflichtet, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Nur damit können wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern, die besonders unseren Lebensraum betreffen würden. Schon jetzt ist unsere Region von Klimakatastrophen, wie etwa von Starkregenereignissen, Überflutungen, aber auch von Hitzewellen betroffen. Der Klimawandel ist daher mit sehr hohen Folgekosten in Milliardenhöhe verbunden, die ohne Gegenmaßnahmen zukünftige Generationen enorm belasten würden.    

Meilenstein im Klimaschutz

In den letzten Wochen und Monaten gab es im Umweltausschuss des Nationalrates gemeinsam mit den Expert*innen und den Initiatoren des Klimavolksbegehrens Gesprächsrunden rund um die Themen Erderwärmung und Klimawandel. Die Österreichische Volkspartei hat schon im Jahr 1990 mit der Ökosozialen Marktwirtschaft von DI Josef Riegler wirtschaftliche Lösungen für den Umweltschutz angeboten. Daher wurden bei dem wegweisenden Beschluss zum Klimavolksbegehren im Nationalrat wesentliche Elemente der Ökosozialen Marktwirtschaft aufgegriffen. Klares Ziel wird die Klimaneutralität Österreichs bis zum Jahr 2040 sein, welches wir nur mit einer aktiven Einbindung aller Akteure im Land erreichen werden.

Jetzt die richtigen Schritte setzen

Um dieses Ziel erreichen zu können, sollen jährliche gesamtstaatliche Klimaziele definiert werden. Diese werden die jährlichen Höchstmengen für den Ausstoß von Treib-hausgasen für ganz Österreich im außereuropäischen Emissionshandel festlegen. Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz EAG wird die Versorgung mit Strom aus erneuerbarer Energie ab 2030 möglich sein. Das bedeutet, die Ökostromproduktion in Österreich in den kommenden Jahren um etwa 50% zu steigern.  Daneben wird es differenzierte Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen und Private geben, um sicherzustellen, dass es keine Mehrbelastungen für die Wirtschaft und für Private gibt. Denn Klimaschutz darf nicht zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger gehen.

Die Transformation vorantreiben

Schon jetzt setzen innovative Unternehmerinnen und Unternehmer auf Zukunftstechnologien, die in unserer Region die heimische Wertschöpfung absichern und auch neue Arbeitsplätze schaffen. Diese Chance müssen wir auch beim Wasserstoff nachhaltig nützen. 

Um die Klimaziele erreichen zu können, müssen wir technologieoffen die breite Palette der Alternativen zu den fossilen Treibstoffen unterstützen und fördern. 

Wir können mit den richtigen Rahmenbedingungen als Region international eine führende Rolle in diesem Transformationsprozess spielen. Dies wird nicht nur unserem Klima nützen, sondern auch unserem Wohlstand.