Statt einer Betriebsverlängerung bis 2043 fordert NAbg. Bgm. Joachim Schnabel Schritte zur Stilllegung des slowenischen Atommeilers Krško.  

Rückschlag für die Sicherheit

Das noch im ehemaligen Jugoslawien gebaute Atomkraftwerk Krško liegt nur 85 km Luftlinie von der südsteirischen Grenzregion entfernt und ist seit 1983 in Betrieb. „Mit 2023 hätte das AKW Krško sein letztes Betriebsjahr erreicht. Eine Betriebsverlängerung um weitere 20 Jahre oder gar eine Erweiterung der Anlage wäre ein Rückschlag für die Sicherheit in unserer Region. Mit einem Beschluss im Nationalrat stellen wir uns klar dagegen und fordern ein Ende der Atomkraft in unserer Nachbarschaft!“, betont NAbg. Joachim Schnabel. 

Erdbebengefahr als erhebliches Risiko

Neben dem Alter des Atomreaktors weist auch die seismische Aktivität in der Region ein erhebliches Risiko auf. „Innerhalb eines Jahres gab es zwei starke Erdbeben in unmittelbarer Nähe des Atomkraftwerkes Krško, welche auch in der Südsteiermark merklich spürbar waren. Besonders das schwere Erdbeben der Stärke 6,4 nach Richter vom 29. Dezember 2020 hat erneut gezeigt, dass das nur 85 km Kilometer vom Epizentrum entfernte Atomkraft Krško mitten in einem Erdbebengebiet liegt. Deshalb wäre eine Stilllegung dringend geboten“, erklärt NAbg. Schnabel. In dem einstimmigen parteiübergreifenden Beschluss werden auch klare EU-rechtliche Regelungen wie zeitliche Obergrenzen für Laufzeitverlängerungen und verpflichtende grenzüberschreitende UVP gefordert. „Damit setzen wir im österreichischen Nationalrat ein klares Zeichen gegen die Atomkraft“, so das ÖVP-Mitglied des parlamentarischen Umweltausschusses NAbg. Schnabel.