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16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Die Steiermark steht auf!



Die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen ist in Österreich leider konstant hoch – bereits 26 Frauenmorde hat es heuer gegeben, kaum eine Frau hat sich im Vorfeld der Tat an eine Beratungsstelle gewandt. Frauenlandesrätin Simone Schmiedtbauer und Soziallandesrätin Doris Kampus stellen am 25. November 2023, dem „Welttag gegen Gewalt an Frauen“, und den folgenden 16 Tagen gegen Gewalt den steirischen Sechs-Punkte-Plan in den Mittelpunkt.


Das Land Steiermark setzt mit dem Sechs-Punkte-Plan unterschiedliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Hier stehen die bestehenden Notrufnummern im Mittelpunkt. Zusätzlich zu den bestehenden Angeboten soll eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, wo jede und jeder anrufen kann und direkt zu den zuständigen Stellen weitergeleitet wird und ein persönliches Gespräch vereinbart werden kann. Gleichzeitig soll die Onlineberatung ausgebaut werden.


Kampagnen, die Angebote bekannt machen


Das Land Steiermark unterstützt außerdem eine Vielzahl an Kampagnen, mit denen die bestehenden Angebote bekannt gemacht werden sollen. Hier ist insbesondere der neue Tiktok-Kanal, die österreichweite Kinokampagne und die Kooperation mit Spar, wo Infos auf den Kassabonds gedruckt werden, zu nennen.


Darüber hinaus wird gemeinsam mit Hausärztinnen und Hausärzten an einem niederschwelligen Informationsangebot im Zuge von Arztbesuchen gearbeitet. Auch in der Justiz und im Sicherheitsdienst soll eine spezielle Zusatzausbildung Verbesserungen schaffen.


Gewaltambulanzen stellen ein Angebot für von Gewalt betroffenen Menschen dar. Die Untersuchungen durch speziell ausgebildete Ärztinnen und Ärzte ermöglichen die Erhebung gerichtsverwertbarer, objektiver Befunde und die Sicherung von Spuren. Das Land Steiermark übernimmt die Kosten für eine zweite steirische Gewaltambulanz in der Obersteiermark, die am LKH Leoben eingerichtet werden soll.


Bei vielen Femiziden stellt sich in der Nachbetrachtung heraus, dass es im Vorfeld keinen Kontakt zu Beratungsstellen oder zur Polizei gegeben hat. Das Land Steiermark wird eine wissenschaftliche Studie beauftragen, die das private Umfeld als möglichen Präventionsfaktor behandeln und Faktoren aufzeigen soll, die es Frauen erleichtern, Gewaltbeziehungen zu verlassen.


Land stellt 13 neue Übergangswohnungen bereit


Das Land Steiermark wird in den Monaten steiermarkweit 13 neue Übergangswohnungen zur Verfügung stellen. Diese sind ein ergänzendes Angebot zu den Frauenhäusern und den Krisenwohnungen. Dafür werden seitens der Bundesregierung 420.000 zur Verfügung gestellt. Die notwendigen restlichen Mittel stellt das Land Steiermark zur Verfügung.

Frauenlandesrätin Simone Schmiedtbauer: „Gewalt gegen Frauen ist ein Thema, dass wir als Gesellschaft nur gemeinsam bekämpfen können. Unser Fokus muss immer auf der Prävention liegen, denn sobald einmal etwas passiert ist, ist es schon zu spät. Diesen Grundsatz haben wir in unserem Sechs-Punkte-Plan in den Fokus gestellt und diesen Grundsatz möchten wir auch zum Welttag gegen Gewalt an Frauen in den Fokus stellen.


Jede und jeder ist im persönlichen Umfeld gefragt, Anzeichen ernst zu nehmen und achtsam zu bleiben. Daran sollen uns die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen einmal mehr erinnern.“

Soziallandesrätin Doris Kampus: „Das Ausmaß an Gewalt gegen Frauen ist bestürzend. Jede Gewalttat ist für uns alle ein Auftrag zum Handeln. Die 16 Tage gegen Gewalt sind ein wichtiger Zeitraum, weil durch eine Vielzahl an Initiativen auf Gewaltschutz aufmerksam gemacht werden kann. Wir in der Steiermark arbeiten an 365 Tagen im Jahr für noch mehr Gewaltschutz. Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass jede fünfte Frau von Gewalt betroffen ist. Gewaltschutz ist und bleibt daher eines meiner wichtigsten politischen Anliegen. Gewalt ist niemals Privatsache, sie geht uns alle an.“


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