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Ab 2. April startet das steirische Rund-um-die-Uhr-Hilfetelefon


Die Landesrätinnen Doris Kampus (l.) und Simone Schmiedtbauer (r.) mit GF Michaela Gosch. © Land Steiermark


Die Gratistelefonnummer 0800 20 44 22 gilt seit 2. April 2024 als neue anonyme und kostenfreie Erstanlaufstelle bei Fragen zum Thema Gewalt.

Anonyme, kostenfreie Erstanlaufstelle zum Thema Gewalt


Das neue steirische Hilfetelefon rund um das Thema Beziehungsgewalt dient als anonyme und kostenfreie Erstanlaufstelle bei Fragen zum Thema Gewalt in Beziehungen bzw. Beziehungskrisen, die sich im Vorfeld von Gewalt abspielen und vermittelt Betroffene schnell an Beratungsangebote weiter. Die Rufnummer ist an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden täglich telefonisch und via Chat erreichbar!

Rasche Ernstinformation


Das Ziel der neuen Hotline ist eine rasche Ernstinformation der Anrufenden - und bei Bedarf die unverzügliche Weitervermittlung zu einer der zahlreichen steirischen Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Mit dem Hilfetelefon, das vom Frauenhaus Steiermark betrieben wird, erweitert die Steiermark ihr Gewaltschutzangebot mit einem Hilfetelefon für alle Fälle - auch als Antwort auf die zahlreichen Gewalttaten an Frauen im vergangenen Jahr in der Steiermark.


Wer ist die Zielgruppe des neuen Hilfetelefons?


Die Helpline richtet sich an alle Personen in der Steiermark im beziehungsfähigen Alter - von Jugendlichen bis zu Seniorinnen und Senioren.


Welche Funktionen hat das neue Hilfetelefon?


Es ist erstens die niederschwellige und anonyme Erstberatung und zweitens auf Wunsch der Anrufenden auch die Weitervermittlung an Beratungsangebote. Drittens wird Fachcoaching für Personen angeboten, die im Rahmen ihrer Tätigkeit (Pädagoginnen und Pädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten) mit von Gewalt betroffenen Personen in Kontakt kommen.


Was sind die Ziele des Hilfetelefons?


Primär geht es um Gewaltprävention und das Vermitteln von Wissen zur Sensibilisierung sowie rasches Anbinden an Beratungs- und Betreuungseinrichtungen.

Wer sind die Kooperationspartnerinnen und -partner?

Steirische Frauen- und Mädchenberatungstellen, Gewaltschutzzentren, Kinderschutzzentren, Männerberatungsstellen, Psychosoziale Beratungsstellen, Suchtberatungsstellen, Verein Neustart, usw.

Stimmen zum neuen Angebot


„Durch die enge Zusammenarbeit unserer steirischen Beratungseinrichtungen können auch weitere Beratungstermine rasch und unkompliziert vergeben werden. Mit den 13 neuen Übergangswohnungen und der Gewaltschutzambulanz in Graz haben wir somit drei neue Gewaltschutzinitiativen umgesetzt", so Soziallandesrätin Doris Kampus.


„Diese Nummer können und sollen sich alle Steirerinnen und Steirer einprägen, um im Falle der Fälle rasche Hilfe zu bekommen. Wir können Gewalt gegen Frauen nur gemeinsam bekämpfen", meint Frauenlandesrätin Simone Schmiedtbauer.


„Wir verfügen über ein gut ausgebautes Gewaltschutzangebot - und dennoch holen sich Frauen die von Gewalt betroffen sind häufig erst dann Hilfe, wenn von außen jemand dazu drängt. Zum Teil, weil es schwerfällt sich einzugestehen, dass man von Gewalt betroffen ist, zum Teil, weil sie nicht wissen, dass sie von Gewalt betroffen sind. Das neue Hilfetelefon soll genau da ansetzen. Es stellt ein Angebot dar, sich auch dann Hilfe zu holen, sich beraten zu lassen, wenn man die Situation für sich erst klären möchte. Im Hintergrund steht eine Plattform zur Verfügung, durch die bei Bedarf an alle relevanten Beratungseinrichtungen in der Steiermark weitervermittelt werden kann", betont Michaela Gosch (Frauenhäuser Steiermark).


Foto: © Land Steiermark



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