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„Ausfahrt zur Apfelblüte“: Mit dem Oldtimer im Thermen- und Vulkanland unterwegs

  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

 

Unter dem Motto „Ausfahrt zur Apfelblüte“ waren am 25. April 2026 20 Mitglieder des Leibnitzer Oldtimer-Clubs einen ganzen Tag lang auf einer nostalgischen Zeitreise durch das Thermen- und Vulkanland unterwegs.


Erste Etappe bis nach Kirchberg an der Raab


Nach der Abfahrt vom Parkplatz des Naturparkzentrums Grottenhof führte die Route über Kirchbach, Zerlach, Edelstauden, Nestelbach und St. Marein zunächst nach Kirchberg an der Raab.  



Beim Friedhofskreuz wurden die Leibnitzer Oldtimerfreunde von Obmann Dr. Johann Kölldorfer und Robert Grabner vom Historischen Verein Kirchberger Ländchen empfangen und in die örtliche Geschichte eingewiesen. 


Hügelgräberfeld im Urlaswald 


Grabner führte die Oldtimerfreund:innen durch das Hügelgräberfeld im Urlaswald. Die grabenartigen Einschnitte, die einen Hinweis auf Altwege geben, sowie acht unterschiedlich große Hügeln sind Zeugen aus der älteren Eisenzeit (800 bis 450 vor Christi Geburt) bzw. Hügelgräber aus der Römerzeit (1. bis 3. Jahrhundert nach Christi Geburt). Im Hügelgräberfeld im Urlaswald fand man bei archäologischen Ausgrabungen 2005 und 2007 vor allem Keramik, Glas und Dachziegel. 


Unterirdisches Gangsystem Urlas


Unter den Wäldrn, Wiesen und Feldern des Kirchberger Bändchens verbergen sich geheimnisvolle unterirdische Gänge. „Sie sind alle von Menschenhand geformt, doch wie alt sie sind und zu welchem Zweck sie angelegt wurden, ist bis heute unklar!“, wusste in der Folge Dr. Kölldorfer zu erzählen.



Das Urlas Gang-Fragment hat der Historische Verein Kirchberger Ländchen als Schaugang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Anhand der verschiedenfarbigen Schichten im Inneren der Gänge können Besucher:innen einen  Art „Kalender unserer Erde“ ablesen: Die Zeit, als das Kirchberger Ländchen Grund eines seichten Meeres war, die Zeit der Vulkanausbrüche oder etwa die Zeit der Saurier.


Weiter durch das Raabtal



Nach dem Mittagessen beim Gsölserhof setzten die Leibnitzer Oldtimer-Piloten und deren Beifahrer:innen die nostalgische Frühjahrsausfahrt durch das Thermen- und Vulkanland zum Schloss Kapfenstein fort.



Nach einer Stärkung und einer kurzen Weinprobe führte Schlossherr Christof Winkler-Hermaden die Gruppe durch das Schloss und erzählte aus der langen Geschichte des Schlosses und jener von Familie Winkler-Hermaden.



„In unserer Familie wird Gastfreundschaft groß geschrieben. Das Schloss liegt inmitten des steirischen Vulkanlandes und wurde auf einem erloschenen Vulkankegel erbaut. Die Wehrburg aus dem 11. Jahrhundert trotzte unzähligen Angriffen der Hunnen, Türken und Kuruzzen. Schloss Kapfenstein bietet heute nicht nur einen unglaublichen Ausblick über das Vulkanland bis weit in den Süden nach Slowenien!, sondern auch ein Hotel mit 17 einzigartigen, historisch gewachsenen Zimmern“, erläuterte Christof Winkler-Hermaden.


Gemütlicher Ausklang im Buschenschank 



Nach einem Erinnerungsfoto mit dem Gastgeber fuhren die Leibnitzer Oldtimer-Club-Mitglieder mit ihren Oldtimern zurück in Richtung Heimat. Auf der Heimreise klang die nostalgische Zeitreise gemütlich im Buschenschank Hirschmann „Zur Ingrid“ in St. Stefan im Rosental bei einer typischen Buschenschankjause und (Reb-)Säften aus. Mit vielen neuen Eindrücken und historischen Anekdoten im Gepäck trat man gestärkt die Rückreise nach Leibnitz an.

 

 

Fotocredit: Heribert Kindermann
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