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Die Götter hätten mit Assigal Weinen ihre Freude gehabt!



Matthias Prugmaier führte durch die jüngste Fssprobenverkostung im Weinkeller vom Weingut Assigal


Wenn die Ruhe des Winters sich über die Südsteiermark legt, haben die süd- und weststeirischen Weinbauern entsprechende Zeit, mit WeinfreundInnen die jungen Rebensäfte des neuen Weinjahrgangs in Form von Fassproben zu genießen. Am 18. Jänner 2024 versammelten sich im Weinkeller von Familie Assigal-Prugmaier zahlreiche Connaisseuren, um vor allem die jungen Weine der Lese 2023 im frühen Stadium ihrer Entwicklung eingehend zu verkosten. Fazit nach einem Muskatellerfrizzante als Einstimmung und zehn Rebensäften: Die Götter hätten mit Assigal Weinen ihre rechte Freude gehabt!




Fassprobe macht's möglich


Bei freiem Eintritt bieten die Fassprobenverkostungen des Tourismusverbandes Südsteiermark und heimische Weinbauernfamilien im Jänner und Februar die ideale Möglichkeit, den Lieblingsweinbauern im Keller zu besuchen und köstliche Weine gleich direkt aus den Fässern zu verkosten. In den südsteirischen Weinkellern dominiert jetzt eine ganz spezielle Atmosphäre, die man bei einem Besuch gepaart mit Geschichten aus dem Leben südsteirischer Weinbauern noch intensiver erleben kann. Interessante Fachgespräche und großartige Weine sorgen für ein unvergessliches Erlebnis. So auch die jüngste Fassprobenverkostung am Götterberg im Weingut Assigal von Familie Assigal-Prugmaier.


Andreas Prugmaier hieß die TeilnehmerInnen der Fassprobenverkostung willkommen.

Prickelnder Auftakt


Bereits im Foyer zum Weinkeller gab es einen prickelnden Empfang dank eines  Muskatellerfrizzante, der richtig Freude auf die kommenden edlen Tropfen machte.

Im Keller begrüßte zunächst Andreas Prugmaier die illustre Gästerunde und kredenzte einen bereits in Flaschen gefüllten typischen, unkomplizierten und trinkfreudigen Welschriesling mit 11,5 Volumsprozent Alkohol. Der Hausherr sprach von einem sehr spannenden Jahrgang, mit dem man sich im Hause Assigal-Prugmaier sehr zufrieden zeigt. "Das Weinjahr 2023 bescherte uns eine tolle Qualität, aber von der Menge war sehr wenig Wein, den wir im Keller gerade Zeit zum Entwicklen lassen.




August Assigal erinnerte sich bei der Fassprobenverkostung, dass er vor 53 Jahren aus Gamlitz auf den Götterberg gekommen war und auf alten Apfelbaum-Flächen Neupflanzungen von Weinreben durchgeführt und damit den Betrieb als bekanntes Weingut mit Buschenschank etabliert hat.


Verkostungsleiter Matthias Prugmaier


Sieme-Jungweinbauer Matthias Prugmaier führte mit hoher Fachkompetenz durch die Fassprobenverkostung.


Durch die Fassprobenverkostung führte in der Folge August-Assigal-Enkel Matthias Prugmaier. Die erste Fassprobe war ein milder, fülliger und sortentypischer Weißburgunder Südsteiermark DAC. "Der Weißburgunder ist everbody´s , weil er jedem schmeckt!", so der Sieme-Jungweinbauer, der bereits die Hauptverantwortung im Weinkeller trägt.

In der Serie weiter ging es mit einem vielversprechenden, aromatischen Sämling 88 mit 7 g Restzucker, der die Verwandtschaft mit dem Riesling nicht verleugnen konnte.

Immer mehr Liebhaber findet der auch bei der Jugend sehr beliebte Gelbe Muskateller. Er zeigte ein schönes Säurespiel und erinnerte stark an Hollunder- und Zitrusblüten. Weiter ging es mit dem Aushängeschild, einem Sauvignon blanc Südsteiermark DAC. Er glänzt mit gelb-fruchtigen Paprika-Noten und erinnert an Holunder und Stachelbeeren.



Die Ortsweine


Sehr jung und hefetrüb zeigte sich den Weinfreunden der Weißburgunder Orstwein Kitzeck-Sausal. Er kommt gemäß der Qualitätspyramide erst am 1. Mai 2024 in Flaschen gefüllt in den Verkauf. Seine Salzigkeit ist dem Schieferboden in Kitzeck geschuldet.

Der junge Morillon Gamlitz besticht durch Fülligkeit und Saftigkeit. Die Böden am Seggauberg, wo die Trauben gereift sind, haben einen großen Kalkstein-Anteil und zählen zur Weinbauregion Gamlitz.

Der straffe, geradlinige Sauvignon blanc Sieme hat kräftige 13,5 Volumsprozent Alkohol und offenbart eine exotische Note und bringt viel Druck auf den Gaumen.



Der Riedenwein


Eine Spezialität ist der Sauvignon blanc Ried Kogelberg (Schiefer-Boden), seit 2017 das Aushängeschild des Weingutes Assigal! Mit dieser Rebsorte schaffte man Jahr für Jahr einen Platz im Finale der Landesweinbewertung und gleich zwei mal sogar den Landessieg. "Die Besonderheit ist, dass der reife und kräftige edle Tropfen im großen, 500-Liter-Holzfass ausgebaut wird. Er ist leicht rauchig, zeigt Kaffee- und Vanille-Noten und bei ihm steht die Frucht im Vordergrund", schwärmte Matthias Prugmaier.



Das Beste kommt zum Schluss


Weinhoheit Marlene Prugmaier, die in Graz der Verkostungsjury für die Kür der Steirischen Bauernbundweine 2024 angehört hat, sorgte für eine Zugabe der Verkostung. Sie meldete nach Hause auf den Götterberg, das die Jury den Zweigelt G 2020 zum Rotwein-Bauernbundwein erkoren hat. Daher hat Bruder Matthias den ausbalancierten und im Duft an frische schwarze Beeren erinnernden Rotwein kurzfristig zum krönenden Abschluss noch auf die Verkostungliste genommen. "Unser Zweigelt G, für Götterberg, ist ein Jahr lang im 2000 Liter-Fass und danach noch ein Jahr in Barrique-Fässern zu einem fruchtigen, frischen Zweigelt mit 14 Volumsprozent Alkohol herangereift", freut sich Matthias Prigmaier über die Vorzüge des Bauernbundballweines 2024.



Bis man diese exzellenten Tropfen auch im Buschenschank Assigal am Götterberg genießen kann, dauert es allerdings diesmal etwas länger, weil der beliebte Buschenschank erst wieder am 3. April 2024 nach der Winterpause aufsperren wird. Aber zwischenzeitlich macht es ja auch der Ab-Hof-Verkauf möglich, schon frühzeitiger in den Genuss der jungen und gereiften Assigal-Weine zu kommen.

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