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Geist & Gegenwart 2024: Europas Regionen im Fokus


LR Eibinger-Miedl und LH Drexler begrüßten den Politikwissenschaftler Herfried Münkler als Keynote-Speaker auf Schloss Seggau. Foto: Foto Fischer


Die Herausforderungen und Chancen der europäischen Regionen in einer globalisierten Welt stehen aktuell auf Schloss Seggauberg im Zentrum des diesjährigen Geist&Gegenwart-Diskurses.


Bereits zum 12. Mal stellen sich heuer vom 15. bis 16. Mai 2024 für zwei Tage zahlreiche ExpertInnen unter Schirmherrschaft von Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl den Fragen nach den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen Europas. Im Fokus stehen Fragen wie: Wie können die Regionen Europas die Zukunft gestalten? Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür? Welche Risiken gilt es zu bewältigen? Welche Hoffnungen können sich erfüllen? Welche Rolle kann die Vielfalt Europas in einer multipolaren Weltordnung spielen?


„Gerade in dieser Zeit ist es natürlich sehr spannend, darüber zu sprechen, wie die Zukunft Europas aussehen soll, wie wir beispielsweise auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein können gegenüber Regionen wie beispielsweise China oder den USA, und es geht uns auch darum, dass wir die europäischen Werte wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte als unverrückbare Säuen noch einmal ganz klar positionieren", unterstrich Koordinator Herwig Hösele die Bedeutung der europäische Werte.

Koordinator Hösele, LH Drexler, LRin Eibinger-Miedl und Bischof Wilhelm Krautwaschl. © Foto: Foto Fischer


Landeshauptmann Christopher Drexler eröffnete die Veranstaltung offiziell mit einem Plädoyer für die Bedeutung Europas und der europäischen Regionen: „Der Föderalismus in Europa ist kein Hemmnis, so wie das oft von Kommentatoren unterstellt wird, sondern vielmehr ein System des Wettbewerbs und der Dynamik im Wettstreit um die besten Ideen und Lösungen. Es braucht daher einen Wettbewerbs-Föderalismus, den es zu stärken gilt!", so der Landeshauptmann.

In Hinblick auf Europas Rolle in der Welt forderte der steirische Landeshauptmann einen „neuen europäischen Spirit für Wettbewerb, Fortschritt und der Dynamik" ein.


Zukünftige Rolle der nächsten EU-Entscheidungsorgane


LR Eibinger-Miedl ging auf die Rolle der europäischen Regionen ein: „Das heurige Thema „Europas Regionen - Zukunft gestalten" ist vor allem unter zwei Perspektiven zu sehen. Die Rolle Europas in der Welt und andererseits auch die Rolle der Regionen innerhalb der EU." Ein besonderes Anliegen ist der Landesrätin die zukünftige Rolle der nächsten EU-Entscheidungsorgane. Ist es doch für unseren Standort von entscheidender Bedeutung, dass die nächste Kommission die Standortpolitik als eine der zentralen Rollen definiert. Auch die besondere Vernetzung, die in der Steiermark so hervorragend mit allen Partnerinnen und Partnern gelebt wird, ist der Landesrätin ein besonderes Anliegen. „Genau diese Zusammenarbeit und Vernetzung brauchen wir auch auf europäische Ebene".


Wandel der Weltordnung


Politikwissenschaftler Herfried Münkler ging in seiner Keynote auf den Wandel der Weltordnung und besonders auf die komplexe Situation und europäische Lösungsmöglichkeiten mit dem Krieg im Osten ein: Die ursprüngliche Lösungsform des Wohlstandstransfers sei gescheitert. Dadurch müsse sich Europa entweder für ein Entgegenkommen, dem sogenannten Appeasement, entscheiden, in dem es Russland Gebiete zugesteht und darauf hofft, dass Russland sich mit den neuen Gebieten zufriedengibt, oder aber der Strategie der Abschreckung. Frei nach dem lateinischen Sprichwort „Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor" sei dies ein Plan der exzessiven Aufrüstung. Dies wäre ein Plan in dem wir Unmengen an Ressourcen in etwas investieren, das auf keinen Fall geschehen darf.


Literarisch-kulinarischer Abend


Wissenschaftsminister Martin Polaschek und Igor Papič, Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft und Innovation der Republik Slowenien, eröffneten einen Empfang durch das Bundesministerium mit literarisch-kulinarischem Abend. Im Zentrum standen dabei die gute Zusammenarbeit und die starke, gemeinsame Partnerschaft der Nachbarländer.


Fotocredit: © Foto Fischer

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