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Gemeinsam genießen am Hütterberg:  Ein Fest für alle Generationen 

  • 11. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Das Genussfest brachte regionale Kulinarik, Begegnung und Wissen rund um regenerative Landwirtschaft zusammen

Am 8. und 9. August 2026 lud die Familie Götz zum Genussfest nach Sankt Veit in der Südsteiermark. Zwei Tage lang wurde der Hütterberg zu einem Ort der Begegnung: Mehr als 500 Menschen unterschiedlicher Generationen kamen zusammen, genossen regionale Lebensmittel, tauschten sich aus und lernten die Landwirtschaft und ihre natürlichen Kreisläufe näher kennen.


Im Mittelpunkt stand zunächst der gemeinsame Genuss. Gerichte aus hofeigenen und regionalen Zutaten machten erlebbar, was entstehen kann, wenn Lebensmittel mit Sorgfalt erzeugt und zubereitet werden. Musik, Kunsthandwerk, Naturerlebnisse und ein vielseitiges Kinderprogramm schufen einen Rahmen, in dem Familien, Gäste aus der Region und interessierte Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch kamen.


„Für uns bedeutet Genuss mehr als gutes Essen. Es geht darum, gemeinsam Zeit zu verbringen, einander zu begegnen und wieder stärker wahrzunehmen, wo unsere Lebensmittel herkommen“, sagt Franziska Götz, die das Genussfest mit viel Herz und Energie organisiert hat. „Das Fest soll Generationen verbinden und die Gemeinschaft in unserer Region stärken.“



Vom Hütterberg auf den Teller

Unter dem Motto „Dreierlei Kulinarik vom Hütterberg“ wurden Gerichte vom Hütterberger Strohschwein, vom Hütterberger Wanderhendl und mit saisonalem Gemüse aus der hofeigenen Marktgärtnerei angeboten. Damit spiegelte sich die Vielfalt des Betriebs auch auf den Tellern wider.

Bei Grillworkshops für Fleisch und Gemüse mit Bernard Steinhauer, Präsident des Österreichischen Grillverbandes, Grillmeister Martin Wresnig und Chefkoch Tomaz Pantnar erhielten die Gäste Anregungen für die sorgfältige und kreative Zubereitung hochwertiger Lebensmittel. Verkostungen und regionale Produzentinnen und Produzenten ergänzten das kulinarische Angebot.

Das gemeinsame Essen an der Hoftafel wurde dabei zum verbindenden Element: zwischen Landwirtschaft und Küche, zwischen Produzierenden und den Gästen am Hütterberg.


Das Potential regenerativer Landwirtschaft sichtbar machen

Ein wesentliches Anliegen des Genussfestes war es, den Besucherinnen und Besuchern die regenerative Landwirtschaft verständlich näherzubringen. Bei Hofführungen und den Hütterberger Hofgesprächen mit Elias Götz erfuhren sie, wie am Hütterberg gearbeitet wird und warum gesunde Böden, natürliche Kreisläufe und biologische Vielfalt die Grundlage hochwertiger Lebensmittel bilden. 

„Die Landwirtschaft spürt die Folgen des Klimawandels unmittelbar. Gleichzeitig hat sie Möglichkeiten, selbst Teil der Lösung zu werden“, betont Elias Götz.


Regenerative Landwirtschaft versteht den Boden als lebendiges Ökosystem und verfolgt das Ziel, seine Fruchtbarkeit langfristig aufzubauen, Wasser besser in der Landschaft zu halten und landwirtschaftliche Betriebe widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Trockenheit und Starkregen zu machen. 

Am Sonntag vertiefte Angelika Ertl diese Zusammenhänge in ihrem Vortrag „Vom Acker auf den Teller“ und zeigte, wie eng die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen mit der Qualität unserer Lebensmittel verbunden ist. 

Damit wurde auch eine zentrale Botschaft des Festes deutlich: Bewusster Genuss beginnt bereits im Boden. „Wir möchten zeigen, dass Landwirtschaft jeden Menschen betrifft“, erklärt Elias Götz. „Wenn wir verstehen, wie eng Bodenfruchtbarkeit, Pflanzen, Tiere und unsere Ernährung miteinander verbunden sind, entsteht eine neue Wertschätzung für landwirtschaftliche Arbeit.“ 

Dabei geht es dem Hütterberg nicht darum, den eigenen Weg in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Wissen weiterzugeben und aufzuzeigen, welches Potenzial in der Landwirtschaft liegt. Regenerative Ansätze können die globalen Herausforderungen nicht allein lösen, aber einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Böden, des Wasserhaushalts, der Artenvielfalt und unserer zukünftigen Lebensmittelversorgung leisten.



Ein vielfältiges Fest für die ganze Familie

Kräuterspaziergänge, gemeinsames Kräuterstraußbinden, Natur-Workshops und die Lesung der „Schwarzaubach-Mär“ von Andreas Unterweger ergänzten das Programm. Regionales Kunsthandwerk und ein Jungpflanzenmarkt machten weitere Facetten der Region sichtbar.

Für musikalische Begleitung sorgten die Nikolaier Altsteirer, Heli Czermak, Hannes Dorner und DJ Resonare. Ein Musikantenstammtisch, Live-Musik sowie Bewegungs-, Kreativ- und Mitmachangebote für Kinder schufen Raum für gemeinsame Erlebnisse über Generationen hinweg.

Das Genussfest verband damit jene Bereiche, die am Hütterberg zusammengehören: hochwertige Lebensmittel, verantwortungsvolle Landwirtschaft, Natur und gelebte Gemeinschaft. Es zeigte, dass Wissen am besten dort weitergegeben wird, wo Menschen miteinander essen, sprechen, entdecken und genießen.


Fotocredits: Hütterberg
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