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Grüne zur Mülldeponie bei Ceršak: Das stinkt zum Himmel


Beim Lokalaugenschein: (v.l.n.r.) Urša Zgojznik, Sandra Krautwaschl, Vladimir Prebilič, Thomas Waitz und Andreas Lackner. Foto: © Nikola Milatovic


Im Zuge eines Lokalaugenscheins haben sich steirische und slowenische Grünen, die EU-Wahl-KandidatInnen Thomas Waitz, Vladimir Prebilič und Urša Zgojznik sowie die Klubobfrau der Grünen Steiermark, Sandra Krautwaschl und LAbg. Andreas Lackner ein Bild vom Kompostbetrieb Kogal gemacht.


Besorgniserregender Befund


Dabei wurde für die Grünen offensichtlich, dass es sich dabei vielmehr um eine Mülldeponie handelt. Die Deponie auf einer Murinsel direkt an der steirisch-slowenischen Grenze ist seit Jahren ein Streitfall. Denn AnrainerInnen beschweren sich über Gestank und unsachgerechte Lagerung zahlreicher Problemstoffe. Da diese Stoffe bei Hochwasser in die Mur gelangen, scheint es nur eine Frage der Zeit zu werden, bis es zu einer Umweltkatastrophe in Europas größtem Flussschutzgebiet kommt. Denn die Mur und ihre Ufergebiete sind von dort aus flussabwärts gänzlich als Natura-2000-Schutzgebiet ausgewiesen und Teil des fünf Länder umfassenden Biosphärenparks Mur-Drau-Donau, der bis nach Serbien reicht. Mittlerweile wurde auch die EU-Kommission eingeschaltet.


Bedrohung für das Trinkwassser


„Das Ganze stinkt bis zum Himmel! Es braucht nur ein Ansteigen des Flusspegels durch Starkregen, wie wir es im Zuge der Klimakrise auch in der Steiermark immer häufiger erleben, und schon bedroht diese Mülldeponie das Trinkwasser von 100.000 Menschen in der ganzen Grenzregion und den sensiblen Lebensraum zahlreicher gefährdeter Arten. Dieser ‚Amazonas Europas‘ beherbergt einige der größten und intaktesten Auwälder Europas und wichtige Habitate für Wasservögel“, sorgt sich Thomas Waitz, steirischer EU-Spitzenkandidat der Grünen und Vorsitzender der Europäischen Grünen.

„Eine derartige Anlage würde unter diesen Bedingungen in Österreich niemals eine Betriebsgenehmigung erhalten. Deshalb ist es entscheidend, dass Landeshauptmann Drexler sich bei der slowenischen Regierung dafür einsetzt, dass diese Anlage, die unsere schöne Landschaft, die Natur und unsere Bevölkerung bedroht, einer genauen Inspektion unterzogen wird. Umweltgerechtigkeit kennt keine Landesgrenzen!“, ergänzt Klubobfrau Sandra Krautwaschl.



"Deponie an so einem sensiblen Ort"


„Wie so oft in Slowenien ist das Problem nicht so sehr das Gesetz, sondern jemand, der es absichtlich bricht. Es handelt sich um einen typischen Fall von Nichtdurchführung von Kontrollen, Umgehung von Gesetzen und Elementen der Umweltkriminalität. Es ist seltsam, dass die Deponie an so einem sensiblen Ort mit potenziell stark negativen Umweltauswirkungen zugelassen wird“, sagt dazu Vladimir Prebilič, EU-Spitzenkandidat der slowenischen Grünen.


"Alarmierende Situation!"


„Die Situation der als Kompostieranlage deklarierten Mülldeponie Kogal in Ceršak ist alarmierend. Diese Anlage an der Mur stellt eine direkte Gefahr für unser Trinkwasser und die grenzüberschreitende Biosphärenregion Mur-Drau-Donau dar. Es ist inakzeptabel, dass trotz wiederholter Warnungen von lokalen Initiativen und Umweltorganisationen keine angemessenen Maßnahmen ergriffen wurden. Ich fordere daher eine sofortige Überprüfung der Genehmigung“, verlangt auch LAbg. Andreas Lackner,


Fotocredit: © Nikola Milatovic

 


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