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KFV-App soll Verkehrssicherheit für alle erhöhen

  • la6098
  • 13. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Aug.


Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV
Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV

Auch mit Pferden, Einrädern, elektrischen Rollstühlen & Co passieren regelmäßig Unfälle im Straßenverkehr. Für einige Fortbewegungsmittel ist kein Führerschein notwendig, was zu geringem Wissen über die Verkehrsregeln führen kann. Zuweilen ist die Fahrprüfung auch schon Jahrzehnte her. Genau hier setzt die Präventionsinstitution KFZ mit ihrer kostenlosen Führerschein-App Yarrive an: Sie ermöglichen allen Menschen ein ungezwungenes Erlernen der allgemein gültigen Verkehrszeichen und -regeln.

 

Es klingt kurios, aber die Sache ist ernst: In Österreich wurden allein im Vorjahr acht Personen verletzt, die mit Pferden im Straßenverkehr verunglückt sind. Hinzu kommen 16 Verletzte mit Kutschen, 21 Verletzte mit elektrischen Rollstühlen und 29 Verletzte mit Senioren- bzw. Invaliden-Mobilen, wobei eine Person mit einem solchen Fahrzeug sogar ums Leben kam. All diese Fahrzeugkategorien sind heuer erstmals anhand Daten der Statistik Austria auswertbar und all diese Unfälle haben sich im öffentlichen Straßenverkehr ereignet. Hinzu kommt in der Regel eine hohe Dunkelziffer, denn häufig handelt es sich bei diesen Unfällen um sogenannte Alleinumfälle ohne Fremdverschulden, die in der Verkehrsunfallstatistik nicht in der vollen Dimension aufscheinen, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFZ).

 

Fahren ohne gültige Lenkberechtigung

Auch Unfälle mit Traktoren ereignen sich nicht immer nur auf Äckern oder Wiesen. Allein im Vorjahr sind in Österreich bei Traktorunfällen im Straßenverkehr 321 Personen verletzt oder getötet worden. 127 davon sind mit dem Traktor gefahren (s. Grafik), die anderen Verletzten waren Unfallgegner, die bei einer Kollision mit einem wuchtigen Traktor oft das größere Verletzungsrisiko tragen. Bei Quad-Unfällen sind sogar mindestens acht Personen ohne gültige Lenkberechtigung am Steuer gesessen. Je nach Leistung und Bauartgeschwindigkeit der Quads sind Führerscheine der Klassen A, AM, B oder F vorgeschrieben. Auch für „Micro-Cars“ (Fahrzeugklasse L6e) benötigt man zumindest einen  „Mopedführerschein“ (Klasse AM). In Wien benötigen Fiaker das „Österreichische Fahrerabzeichnen in Bronze“.

 

Verkehrsregeln mit KFV-App kostenlos lernen oder auffrischen

„Für viele Verkehrsteilnehmende liegt die Führerscheinprüfung schon weit zurück. Für manche Fahrzeuge benötigt man aber auch gar keinen Führerschein, weshalb die Kenntnisse über grundlegende Verkehrsregeln und Verkehrszeichen gänzlich fehlen können“, wie Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV Feststellt.


Daher hat das KFV die Führerschein-App Yarrive auch diesem Personenkreis kostenlos zugänglich gemacht, um sich ohne Prüfungsdruck mit dem wesentlichen Verkehrszeichen und Verkehrsregeln auf leicht zugängliche Art und Weise vertraut zu machen. Das KFV möchte damit insbesondere auch die Sicherheit beim Fahren mit Fahrrädern, E-Bikes und E-Scootern erhöhen, wo die Unfallzahlen Jahr für Jahr steigen. Allein im Jahr 2024 sind mit diesem Fahrzeugen insgesamt rund 45.000 Menschen verletzt und 39 Personen getötet worden. Seit Jahresbeginn 2025 ist die Anzahl der Getöteten bis inkl. 10. August im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres neuerlich um 36 Prozent auf 38 Getötete gestiegen. Für das Fahren mit diesen Fahrradarten benötigt man nicht zwingend einen Führerschein und daher können auch bei dieser sehr gefährdeten Gruppe die Kenntnisse über Verkehrsregeln mangelhaft sein.

 

Die App des KFV kann kostenlos unter https://yarrive.com/de/download/ heruntergeladen und benutzt werden.


Fotocredits:  © KFV/APA Fotoservice/Schedl

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