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Leibnitz: LR Ehrenhöfler stellt neue Standortpartnerschaft vor

  • la6098
  • 30. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit
LR Willibald Ehrenhöfer (Mitte) wurde bei seinem Leibnitzer Bezirkstag von NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel (l.) und WB Bezirksgruppenobmann Dietmar Schweiggl begleitet.
LR Willibald Ehrenhöfer (Mitte) wurde bei seinem Leibnitzer Bezirkstag von NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel (l.) und WB Bezirksgruppenobmann Dietmar Schweiggl begleitet.

Anlässlich des jüngsten Bezirktages von DI Willibald Ehrenhöfer in Leibnitz haben Vertreter der Wirtschaftsbund Bezirksgruppe Leibnitz den steirischen Wirtschaftslandesrat zu wichtigen Leitbetrieben begleitet. Im Restaurant „Zur Alten Post“ erläutert das Mitglied der Steiermärkischen Landesregierung lokalen Pressevertretern die neue Standortpartnerschaft für die Steiermark.

 

 

Visiten bei Leitbetrieben

Die Leibnitzer Bezirksvisite von LR Ehrenhöfer hatte bereits früh mit einem Besuch bei ELSTA-Mosdorfer in Kaindorf an der Sulm begonnen, wo die Energiewende das bestimmte Thema war. Am Nachmittag ging es dann nach dem Mittagessen und der Pressekonfernez weiter zu Daniel Schuster (eydl Wood OG Holzschmuck) nach Lebring und zur besonders engagierten Unternehmerfamilie Karoline Scheucher und Alois Strohmeier zu Steirerfleisch in Wolfsberg.

 


Die wichtige Standortfrage

„Infrastruktur, sowie der flächendeckende breitband- und Glasfaserausbau sind die bedeutendsten Zukunftsthemen!“, betonte zunächst ÖVP Verkehrssprecher NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel die enorme Wichtigkeit der Standortfrage zur Begrüßung und Auftakt des Pressegesprächs.

 


Guter, parteiübergreifender Doppelpass mit Wien

„Wir spielen einen guten, parteiübergreifenden Doppelpass mit Wien sowie NRAbg. Josef Muchitsch oder Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl“, unterstrich Landesrat Ehrenhöfer und verwies auf mehrfache, aktuelle Einflüsse, die er als dynamisch einstuft.

„Die demografische Entwicklung, ein volatiler, herausfordernder internationaler Markt und die schwindende Bedeutung Europas in der Welt sind solche Einflüsse!“, so LR Ehrenhöfler.

 


Standortpartnerschaft etabliert

Dank der Initiative von Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrat Ehrenhöfer hat die Steiermark eine Standortpartnerschaft etabliert, mit der die Landesregierung und die steirische Sozialpartnerschaft künftig gemeinsam den Wirtschaftsstandort ganzheitlich weiterentwickeln und in die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Steiermark verbessern wollen.

 „Angesichts der vielen Herausforderungen, vor denen die heimische Wirtschaft steht, ist es umso wichtiger, unseren Standort gemeinsam und in enger Abstimmung für die Zukunft weiterzuentwickeln. Mit der steirischen Standortpartnerschaft tun wir genau das. Oberstes Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Steiermark zu verbessern. Dabei werden wir das Thema Standort erstmals ganzheitlich und aus allen Perspektiven brachten“, so LR Ehrenhöfer.

 


Agenda mit Schwerpunkten und Leitprojekten

Die Standortpartner - neben den Mitgliedern der Steiermärkischen Landesregierung sind das die Wirtschaftskammer, die Arbeitskammer, die Industriellenvereinigung, der ÖGB, das AMS, die Steirische Hochschulkonferenz, der Gemeinde- und der Städtebund, die Landwirtschaftskammer und die Landarbeitskammer - haben dazu eine Standortagenda verabschiedet, in der Maßnehmen und Themenfelder enthalten sind, an denen gearbeitet werden soll. Aktuell sind dabei drei Themen besonders im Fokus: die Transformation der Mobilitätsindustrie, die Sicherheit der Energieversorgung für die heimischen Unternehmen und die Frage, wie die steirische Wirtschaft zu ausreichend qualifizierten Fachkräften für die Zukunft kommt.

 

„Wichtig ist es, dass die Rahmenbedingungen für die heimischen Betriebe passen, und das ist in Folge von Ukraine-Krieg, Energiekrise und steigender Inflation aktuell nicht ausreichend der Fall. Die Wettbewerbsfähigkeit Europas, Österreichs und der Steiermark hat in den letzten Jahren abgenommen. Deshalb müssen wir nun gemeinsam alles dafür tun, diese Rahmenbedingungen wieder zu verbessern“, so LR Ehrenhöfer.

 

In Summe listet die Agenda aktuell rund 30 Leiterprojekten auf, die besonders zur Weiterentwicklung des Standortes beitragen sollen. Der Ausbau wichtiger Straßenverbindungen zählt ebenso dazu wie die Verbesserung von Kompetenzen in Zukunftsbereichen wie Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz oder Investitionen in Forschungsfelder wie Wasserstoff und Biomedizin. Ziel ist es, bestehende Projekte rasch umzusetzen und gleichzeitig neue standortrelevante Projekte zu entwickeln.


 

Unterstrichen die Bedeutung der Standortfrage in ihren Wortmeldungen: (v.l.) NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel, Maxima Scheucher, Karoline Scheucher, LR Willibald Ehrenhöfer, Alois Strohmeier, Daniel Schuster und WB Bezirksgruppenobmann Dietmar Schweiggl.
Unterstrichen die Bedeutung der Standortfrage in ihren Wortmeldungen: (v.l.) NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel, Maxima Scheucher, Karoline Scheucher, LR Willibald Ehrenhöfer, Alois Strohmeier, Daniel Schuster und WB Bezirksgruppenobmann Dietmar Schweiggl.

 

Prosperierende Region Südsteiermark

„Die Südsteiermark ist ein chancenreicher Wirtschaftsraum und eine prosperierende Region mit großen Leitbetrieben. Wir sind, dank 6.200 Unternehmen, die über 22.000 Arbeitsplätze sichern und ausbauen sowie aktuell rund 900 Lehrlinge ausbilden, bereit aufgestellt. Aber wir leben auch vom Export. Schließlich wird jeder 2. Euro durch Exporte erwirtschaftet. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Sicherheit für alle Stakeholder“, betonte Wirtschaftsbund Bezirksgruppenobmann LGO-Sty. Dr. Dietmar Schweiggl. Der Wohlstand könne, so Schweiggl, nur erhalten werden, wenn es der Wirtschaft gut gehe. Dann gehe es auch den Leuten gut!

 

Wichtige Themen für Schweiggl sind ferne der Ausbau der A9 und der zweigleisige Ausbau der Bahn Richtung Slowenien sowie der Breitbandausbau. Große Hoffnung setzt die heimische Wirtschaft auch auf das im heurigen Dezember in Betrieb gehende Jahrhundertprojekt Koralmbahn. „Es wird Großprojekte in Abstimmung mit Kärnten geben. Ab Dezember entsteht mit der AREA Süd ein Wirtschaftsraum von der Oststeiermark bis nach Villach, in dem 1,1 Mio. Menschen leben und man mit dem Zug in nur 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt brauchen wird!“, freut sich Schweiggl.



Bild und Text: Heribert Kindermann

 

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